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Jean Paul und Goethe: Ein untendenziöses Doppelporträt

Ulrich Holbein: Ein Chinese in Rom

“Nein, das ist zu arg! Erst Sauerkraut und dann 15 Seiten aus Jean Paul. Das halte aus, wer will!” Goethe ĂĽber Jean Paul

“Göthens Karakter ist fĂĽrchterlich: das Genie ohne Tugend muĂź dahin kommen.” Jean Paul ĂĽber Goethe

Ulrich Holbein stellt uns in Ein Chinese in Rom Jean Paul im Vergleich zum ungleich – und zu unrecht ? – mehr gelesenen, berĂĽhmteren und durch deutlich mehr Statuen und BĂĽsten verewigten Zeitgenossen Goethe vor. Goethe und Jean Paul hätten kongeniale BrĂĽder sein können, doch Goethe las Jean Paul nur mit Hirnkrämpfen und Ekel, fand ihn fremdartig, exotisch, pathologisch, nannte ihn “das personifizierte AlpdrĂĽcken der Zeit”, “Philister” und in einem Spottgedicht “Chinesen in Rom”. Jean Paul sah es ähnlich und fand Goethe im Umgang trocken, gefĂĽhllos, verkrustet, bezeichnete ihn als  ”ästhetischen Gaukler von Weimar” und unnahbaren “Eispalast”.

Ulrich Holbein bietet hier ein unterhaltsames Doppelporträt: China vs. Rom, Weltgeist Jean Paul vs. Dichterfürst Goethe, Dschungel der Romantik vs. Marmorsarg Klassizismus, Naturgefühl vs. Gipsfigur.

So lernen wir Jean Paul zu seinem 250. Geburtstag neu kennen, sehen Goethe in anderem Licht und lesen dabei doch vor allem einen: Ulrich Holbein, einen der “originellsten Schriftsteller deutscher Sprache” (Martin Ebel, Tages-Anzeiger).

Ulrich Holbein: Ein Chinese in Rom.

Leinen mit Buchbinde.

320 Seiten. 11,5 x 18,6 cm.

19,90 €.

ISBN 978-3-942989-27-5

Pressestimmen:

“Ulrich Holbein nähert sich Jean Paul und Goethe feuilletonistisch, literarisch, assoziativ, ganz Jean-Paul-gemäß.” - Diwan, Das BĂĽchermagazin (Bayern 2)

“Unendliches VergnĂĽgen . . . Spannend, dieser Vergleich: Jean Paul und Goethe im Doppelportrait.” - NĂĽrnberger Zeitung

“Das anspruchsvolle Buch stellt die beiden ungleichen Klassiker gegenĂĽber – auf Augenhöhe. Jean Paul fĂĽr Fortgeschrittene.” - NĂĽrnberger Nachrichten

“Holbeins originelle und bisweilen funkelnde Darstellung wirft einen neuen Blick auf Jean Paul.” - General-Anzeiger Bonn



Ulrich Holbein

Ulrich Holbein (1953 in Erfurt) lebt im nordhessischen Knüllgebirge. Bekannt wurde er u.a. durch seine Kolumnen und Artikel in der ZEIT, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung. Er ist Autor von 950 Publikationen, davon 24 in Buchform. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Kasseler Literaturpreis (2012). Im Haffmans Verlag erschien 2007 sein Buch Weltverschönerung.