“Ich habe nur eine Bitte: Sollte in Ihrem Aufsatz das Wort Blödheit oder Stumpfsinn, wenn auch noch so glĂ€nzend epithetiert vorkommen, so ersetzen sie es meinethalben durch Wahnwitz oder Tollheit; da es auf die Dauer nicht angeht, einen Humor, dessen vielleicht einziger Vorzug in einer gewissen Art von Geistigkeit, von Helligkeit und Schnelligkeit besteht, mit diesen zwei ĂŒblen deutschen Philister- und BierbankausdrĂŒcken, in denen sich die Mehrzahl meiner ‘Kritik’ gefĂ€llt, abzustempeln.” Christian Morgenstern an einen Redakteur

Heinrich Heine: Das poetische Werk


„Den höchsten Begriff vom Lyriker hat mir Heinrich Heine gegeben. Ich suche umsonst in allen Reichen der Jahrtausende nach einer gleich sĂŒĂŸen und leidenschaftlichen Musik. Er besaß jene göttliche Bosheit, ohne die ich mir das Vollkommne nicht zu denken vermag. Und wie er das Deutsche handhabt! Man wird einmal sagen, daß Heine und ich die ersten Artisten der deutschen Sprache gewesen sind.” Friedrich Nietzsche

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Gabriel Josipovici: Fehler machen


Fehler machen erzÀhlt und erforscht die Ironie der Geschichte zweier Beziehungen.

In der Nachfolge von Cosi fan tutte wechseln Paare – nicht nur einmal – die Partner und geraten immer tiefer in einen Rosenkrieg mit allen Schikanen. Dies ist die mit fledermausfeinen Ohren eingefangene Partitur aller sich endlos qualvoll im Kreise windender Beziehungs-Trennungs-GesprĂ€che.

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Oscar Wilde: Oscariana oder Wildes Denken


Oscar Wilde weiß umfassend Bescheid ĂŒber das menschliche Herz, die weibliche Vernunft, ĂŒber mĂ€nnliche GefĂŒhle, Genuß, Freude, Schönheit & die Liebe in jeder Gestalt. Er will niemanden belehren, schon gar nicht bekehren, er ist nicht gekommen, um zu predigen, zu mahnen, gar zu hassen oder zu drohen; im Gegenteil: er beschenkt uns mit seinem Witz, beglĂŒckt durch seine Grandezza, entzĂŒckt uns mit seinem Charme, indem er uns glanzvoll unterhĂ€lt.

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Oscar Wilde: MĂ€rchen.


»Erotik und Barmherzigkeit mischen sich – und verwandeln sich in lebendig pulsierende Schönheit. In der traumnahen MĂ€rchenlogik vertrĂ€gt sich der Ästhetizist mit dem antiken Ideal vom Schönen, das auch gut ist, mit dem Moralisten, der im HĂ€ĂŸlichen die Schönheit entdeckt.« Christine Lötscher, TagesAnzeiger, ZĂŒrich

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Philip Larkin: Jill


Jill ist wie ein Bild von Morandi. Hinter der gelassenen, aufgerĂ€umten AlltĂ€glichkeit tobt das Leben, spielen sich Dramen ab: In stummer Sehnsucht nach Anerkennung, erschafft sich unser nur scheinbar stiller Held seine große Liebe – und kann sein GlĂŒck nicht fassen: Er begegnet ihr, wie sie zauberhafter nicht leben und leiben kann. In einem anrĂŒhrenden Kampf von trĂ€nentreibender Komik versucht er, seinem Traum zu folgen, ihn zu halten.


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