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Kingsley Amis: Jim im Glück

“Amis ist der geborene Humorist, unser größter nach P. G. Wodehouse.” John Mortimer “Jim im Glück ist hoch intelligent und äußerst komisch, hat seinen Erfolg voll verdient.” C. P. Snow “Ein klassischer komischer Roman, ein folgenreicher Campus-Roman und der Roman der 50er Jahre. Meine Romane über das Universitätsleben sind diesem Vorbild tief verpflichtet.”

David Lodge Jim Dixon hat einen miesen Job an einer Provinz-Universität und als Schmied seines Lebensglücks keine besonders glückliche Hand. Er ist Hilfs-Dozent für mittelalterliche Geschichte, weil er meint, Mittelalter mache nicht soviel Arbeit. Er wünscht sich die rassigen Studentinnen in seinem Seminar, doch es kommen die Besserwisser, Schleimer und Spinner. Sein Leben wird von Leuten bestimmt, ohne die er gut auskommen könnte: Ein Professor von fanatischer Fadheit; dessen verkniffene Gattin; deren Angeber-Söhne, stark kommende und von sich eingenommene Künstler in Wort und Bild; eine Klette von Freundin, die seine Schuldgefühle ausbeutet. Das Schlimmste: die Kultur-Wochenenden mit Madrigal- und Blockflötenmusik, allerlei Scharaden und Selbstgebasteltem zum dünnen Tee im Haus des Professors, der Jims freudige und aktive Teilnahme erwartet, wenn der seinen Job behalten, gar darin weiterkommen will. Eigentlich geht Jim lieber ins Pub, findet nette Dinger netter als scheußliche, benimmt sich wie ein mittelklassenloser Geselle, setzt seinen Fuß mit sicherem Tritt in jeden Fettnapf. Eine Gestalt von zauberhafter Taktlosigkeit und gewinnender Peinlichkeit. Jim im Glück erschien 1954 und machte den Autor berühmt und reich; das Buch erlebte im selben Jahr 19 Nachauflagen, wurde mit dem Somerset-Maugham-Preis ausgezeichnet, in 24 Sprachen übersetzt und veränderte das Gesicht der englischen Nachkriegsliteratur für immer. Jim wurde der Anti-Held einer Generation, die unter der steifen spießigen Tradition lange genug gelitten hatte. Und er wurde – unbeabsichtigt vom Autor: “ich wollte ein lustiges Buch schreiben” – zum ersten “angry young man”, der eine neue literarische Bewegung anführen sollte.

Jim im Glück.

Neuübersetzung. Roman aus dem Jahr 1954.

Originaltitel: Lucky Jim. Mit einer Einleitung von David Lodge zur Taschenbuchausgabe von 1992.

Aus dem Englischen übersetzt von Steffen Jacobs.

Fadenheftung. Lesebändchen. Fester Einband.

Umschlagbild von Edward Gorey zur Erstausgabe von 1954.

416 Seiten. 11,5 x 18,6 cm

19,90 €

ISBN 978-3-942048-10-1

Seit April 2010 nur bei Zweitausendeins (hier klicken) erhältlich.

Oder Sie kaufen dieses Buch in einem schönen Sammelschuber zusammen mit Jill von Philip Larkin und einem Companion über die beiden Autoren dazu – für nur 36,80 €. Auch den gibt es nur bei

PRESSESTIMMEN:

“Die Idee, diese beiden glänzend geschriebenen, einander so nahen, Romane aus der englischen Klassengesellschaft (Produktionen zweier sich naher und doch weit voneinander entfernter Autoren) zu veröffentlichen, als Doppelpack, als Oben und Unten ein und derselben Kippfigur, ist ingeniös. Dass dies dann auch noch so sorgfältig geschehen ist, dass die Bücher hübsch ausgestattet sind … und unter Beifügung eines instruktiven Heftchens, das macht die Zweier-Edition zu einem schönen Ereignis.” FAZ

Jill und Jim von Larkin und Amis in der WELT (hier klicken) vom 3.07.2010

“Immerhin gibt es dank Gerd Haffmans und Steffen Jacobs Larkins eindruckvollen und Amis’ durchaus unterhaltsamen Roman überhaupt auf Deutsch zu lesen. Ersteht man die beiden Werke gemeinsam, erhält man ein kleines Beiheft mit Ausschnitten aus dem Amis-Larkin-Briefwechsel, zahlreichen Fotos sowie einer umfangreichen Zeittafel.” SZ

“Selten in der Literatur nach 1945 sind so ernste und wichtige gesellschaftliche Umbruchprozesse so komisch, virtuos, spannend und genau geschildert worden. Diese gut aufpolierte Neuedition der Erstlingswerke Amis’ und Larkins ist eine reine Freude.” taz

“eine zupackend frische Neuübersetzung” NZZ



Kingsley Amis

Kingsley Amis wurde am 16. April 1922 in London geboren, studierte am St John’s College in Oxford, befreundete sich mit Philip Larkin, nahm an der Eroberung der Normandie teil. Er lehrte an den Universitäten Princeton und Cambridge. 1948 Heirat mit Hilary Bardwell. Scheidung von Hilary, Heirat mit der Autorin Elizabeth Jane Howard, nach erneuter Scheidung gemeinsame Wohnung mit seiner ersten Frau und deren drittem Mann, dem 7. Baron Kilmarnock; Tod in London am 22. Oktober 1995.

Zu Jim im Glück inspirierte ihn der Roman Jill und 1948 ein Besuch bei seinem Freund Philip Larkin an der Universität Leicester. Sein Jim Dixon wurde wie Don Quijote, Sir John Falstaff, Mr. Dick, Onkel Fairley, Christian Buddenbrook, Chaplins Tramp oder Herr Kloßen zum Prototyp einer eigentümlichen komischen Figur. Danach erschienen 20 Romane, Gedichte, Erzählungen, Krimis, SF- & James-Bond-Romane, Biographisches und Fachliches, darunter: On Drink (Anständig Trinken, Rogner & Bernhard 2008). 1990 schlug ihn die Königin als Sir Kingsley zum Ritter.