“Ich habe mich besonders über den Shakespeare-Preis gefreut, weil er 1976 Philip Larkin verliehen wurde, dem besten englischen Lyriker der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, einem Dichter, den ich immer wieder lese und den ich wegen seiner Gedankentiefe, seines Humors und seiner Melancholie verehre.” Julian Barnes, Ansprache des Shakespeare-Preisträgers
“Philip Larkin war der beliebteste englische Lyriker der Nachkriegszeit, aber er liebte das Nachkriegsengland so wenig wie er irgendetwas anderes liebte. Daß daraus ein Werk voller Wahrheit, Schönheit, Belehrung, Freude und viel hellwachem Witz entstanden ist, gehört zu den Segnungen, die die Ironie bereit hält.” Martin Amis, Philip Larkin 1922-1985
“Ein Buch soll wie ein Varieté-Programm daherkommen: Gegensätzliches, kurz-lang-kurz, Zwischenmusik, Komisches, endlich: laßt die Mädels rein.” Philip Larkin
Dies ist die Geschichte des Studenten John Kemp, der als Stipendiat und Provinzler aus schlichten Verhältnissen zum ersten Mal in die weltberühmte Universitätsstadt Oxford kommt.
Jill ist wie ein Bild von Morandi. Hinter der gelassenen, aufgeräumten Alltäglichkeit tobt das Leben, spielen sich Dramen ab: In stummer Sehnsucht nach Anerkennung, erschafft sich unser nur scheinbar stiller Held seine große Liebe – und kann sein Glück nicht fassen: Er begegnet ihr, wie sie zauberhafter nicht leben und leiben kann. In einem anrührenden Kampf von tränentreibender Komik versucht er, seinem Traum zu folgen, ihn zu halten. Das ist undramatisch, beiläufig erzählt, und als Geschichte nicht ganz neu, doch wem sie so passiert, dem bricht das Herz entzwei.
Jill, in englischsprachen Ländern seit über 60 Jahren ein moderner Klassiker der eigenen Art, erscheint hier erstmals deutsch, übersetzt vom Lyriker, Herausgeber erfolgreicher Gedicht-Anthologien und Lyrik-Essayisten Steffen Jacobs.
Jill
Deutsche Erstausgabe.
Originaltitel: Jill.
Ein Roman aus dem Jahr 1946.
Mit einer Einleitung des Autors zur Neuausgabe von 1964.
Aus dem Englischen übersetzt von Steffen Jacobs.
372 Seiten. Fadenheftung. Leseband. Fester Einband.
Umschlagbild aus der Hulton Deutsch Collection.
19,90 €.
ISBN 978-3-942048-11-8
Seit April 2010 nur bei
erhältlich.
Oder Sie kaufen dieses Buch in einem schönen Sammelschuber mit Jim im Glück von Kingsley Amis und einem Companion über die beiden Autoren dazu – für nur 36,80 €. Auch den gibt es nur bei Zweitausendeins (hier klicken)
PRESSESTIMMEN:
“Die Idee, diese beiden glänzend geschriebenen, einander so nahen, Romane aus der englischen Klassengesellschaft (Produktionen zweier sich naher und doch weit voneinander entfernter Autoren) zu veröffentlichen, als Doppelpack, als Oben und unten ein und derselben Kippfigur, ist ingeniös. Dass dies dann auch noch so sorgfältig geschehen ist, dass die Bücher hübsch ausgestattet sind … und unter Beifügung eines instruktiven Heftchens, das macht die Zweier-Edition zu einem schönen Ereignis.” FAZ
Jill und Jim von Larkin und Amis in der WELT (hier klicken)
“Immerhin gibt es dank Gerd Haffmans und Steffen Jacobs Larkins eindruckvollen und Amis’ durchaus unterhaltsamen Roman überhaupt auf Deutsch zu lesen. Ersteht man die beiden Werke gemeinsam, erhält man ein kleines Beiheft mit Ausschnitten aus dem Amis-Larkin-Briefwechsel, zahlreichen Fotos sowie einer umfangreichen Zeittafel.” SZ
“Selten in der Literatur nach 1945 sind so ernste und wichtige gesellschaftliche Umbruchprozesse so komisch, virtuos, spannend und genau geschildert worden. Diese gut aufpolierte Neuedition der Erstlingswerke Amis’ und Larkins ist eine reine Freude.” taz
Philip Larkin, geboren am 9. August in Coventry, studierte und graduierte summa cum laude am St John’s College in Oxford, wurde Bibliothekar in Leicester, Belfast und ab 1955 an der Universitätsbibliothek in Hull, wo er bis zu seinem Lebensende am 2. Dezember 1985 blieb.
Er veröffentlichte zu Lebzeiten zwei Romane, vier Gedichtbände, ein Jazz-Buch und ist Herausgeber des Oxford Book of Twentieth-Century English Verse.
Ausgezeichnet mit sieben Ehrendoktoraten, zuletzt von der Universität Oxford. Die ihm nach dem Tod John Betjemans angetragnene Ehre als Poet Laureate lehnte er ab. 2003 wählte ihn die Poetry Book Society zum Beliebtesten Dichter des Landes (Nation’s best-loved Poet).
Lebenslange Freundschaften verbanden ihn mit dem genialischen Bruce Montgomery und dem Erfolgsautor Kingsley Amis. Der eine widmete Larkin als Edmund Crispin seinen klassischen Oxford-Krimi Der wandernde Spielzeugladen; der andere seinen ersten Roman Jim im Glück, der ein Weltbestseller wurde.
Philip Larkin im Haffmans Verlag:
Wirbel im Mädcheninternat Willow Gables.
Aus dem Englischen übersetzt von Steffen Jacobs
»Einer der großen Lyriker des zwanzigsten Jahrhunderts läuft auf dem dünnen Eis über der Tiefe seiner sexuellen Obsessionen kunstvoll Figuren. Wenn dieses bewegend-törichte Schauspiel den Leser zu Larkins Gedichten oder zu Jill führt, hat es sich gelohnt.« Joachim Kalka, FAZ
»Jetzt liegt das köstliche literarische Kleinod in einer spritzigen deutschen Übersetzung vor. Die temporeiche, ungemein komische Geschichte entwickelt sich immer mehr zur Farce, die auf ein virtuos konzertiertes Finale zusteuert.« Susanne Ostwald, NZZ