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Ilan Pappe: Die ethnische Säuberung Palästinas

Am 10. März 1948 treffen sich David Ben-Gurion und elf führende Vertreter der jüdischen Einwanderer in Tel Aviv; sie beschließen die ethnische Säuberung Palästinas. Noch während des britischen Mandats beginnen die Angriffe, geführt von Moshe Dayan (später Verteidigungs- und Außenminister), Menachem Begin (später Ministerpräsident und Außenminister) und Yitzhak Rabin (später Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger). Elf Stadtviertel und 531 palästinensische Dörfer werden zwangsgeräumt, viele dem Erdboden gleichgemacht; 800.000 Menschen fliehen. Es kommt zu Vergewaltigungen, zu Plünderungen und zu Massakern – auch an Frauen und Kindern. Heute bedecken Wälder, Parks und Freizeiteinrichtungen die einstigen Dörfer.

Der israelische Historiker Ilan Pappe hat anhand von Augenzeugenberichten und neu zugänglichen Dokumenten aus israelischen Militärarchiven die Ereignisse von 1947 und 1948 akribisch nachgezeichnet; sie stehen zur offiziellen Geschichtsschreibung und dem Gründungsmythos Israels in eklatantem Widerspruch. Sich der historischen Wahrheit zu stellen, ist für Pappe eine moralische Entscheidung – ein erster Schritt, um die Spirale der Gewalt zu beenden und zur Versöhnung zwischen Israel und den Palästinensern beizutragen.

Ilan Pappe: Die ethnische Säuberung Palästinas

Deutsch von Ulrike Bischoff

Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen

416 Seiten

13 x 21 cm

19,95 €

ISBN 978-3-942989-86-2

Neuauflage 17. September 2014

Zum ersten Mal im Buchhandel erhältlich

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PRESSESTIMMEN:

“Ein wichtiges Buch”

Die ZEIT

“Wer den Kernkonflikt im Nahen Osten besser verstehen will, sollte das mit viel Herzblut geschriebene Buch von Ilan Pappe lesen.”

Deutschlandfunk



Ilan Pappe

Ilan Pappe ist einer der Protagonisten der »Neuen israelischen Historiker«, die für eine Revision der »offiziellen« Geschichtsschreibung des Zionismus und des Staates Israel und für einen kritischen Ausgleich mit den Palästinensern plädieren. Pappe, geboren 1954 in Haifa als Sohn deutscher Juden, studierte in Jerusalem und promovierte in Oxford. Er war Leiter des Friedensforschungsinstituts in der Bildungs- und Begegnungsstätte Givat Haviva und lehrte bis Anfang 2007 politische Wissenschaften an der Universität Haifa. Zur Zeit hat er eine Professur für Geschichte an der Universität Exeter inne.

Zu seinen Publikationen gehören The Making of the Arab-Israeli Conflict (1992), The Israel/Palestine Question (1999), A History of Modern Palestine (2005) und The Modern Middle East (2006).