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Rainer Maria Rilke: Das dichterische Werk

„Ihn am wenigsten im 20. Jahrhundert könnte ich aus der Lyrik entbehren.“ Gottfried Benn

„Ich liebte in ihm den zartesten und geisterfülltesten Menschen dieser Welt, den Menschen, der am meisten heimgesucht war von all den wunderbaren Ängsten und allen Geheimnissen des Geistes.“ Paul Valéry

„Dieser große Lyriker hat nichts getan, als dass er das deutsche Gedicht zum ersten Mal vollkommen gemacht hat.“ Robert Musil

„Nie gab Rilke etwas aus der Hand, was nicht ganz vollendet war.“ Stefan Zweig

„Auch in unseren Tagen kann man dem Rhythmus von Rilkes Versen schwerlich widerstehen, nach wie vor entzückt uns der Wohllaut dieser einzigartigen Poesie, ihr hochgestimmter Ton, ihre geradezu verschwenderische Bilderfülle.“ Marcel Reich-Ranicki

Nach dem Erscheinen der „Duineser Elegien“ 1923 verabredete Rainer Maria Rilke mit seinem Verleger Anton Kippenberg vom Insel Verlag erstmals eine umfassende Werkausgabe. Sie sollte alles enthalten, was Rilke dem Zentrum seines literarischen Werkes zurechnete. Er schloss die Gedichte und Erzählungen der Frühzeit aus und entschied sich nur für eines seiner Dramen („Die weiße Fürstin“). Aufgenommen wurden die Gedichtbände: „Das Buch der Bilder“ („Menschen bei Nacht“, „Herbsttag“), die „Neuen Gedichte“ („Spätherbst in Venedig“, „Das Karussell“, „Der Panther“, „Archaischer Torso Apollos“), „Die Sonette an Orpheus“, die „Duineser Elegien“ u.a., eine Auswahl bedeutender Prosaschriften („Auguste Rodin“) und Erzählungen, dazu „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ („der erste konsequent moderne deutschsprachige Roman“, Hans Richard Brittnacher). Das Erscheinen der Ausgabe hat Rilke selbst nicht mehr erlebt, sie kam erst 1927, kurz nach seinem Tod, heraus.

Seitdem sind unzählige Rilke-Werkausgaben erschienen: Auswahlbände in unterschiedlicher Zusammenstellung, umfassende Werkeditionen, die von den ersten Versentwürfen („nahezu ungenießbar“, so Rilke-Biograf Wolfgang Leppmann) über gescheiterte Dramen auf nichts verzichten. Doch nur die Edition von 1927 enthält Rilkes literarisches Werk in der Zusammenstellung, die er noch selbst bestimmt hatte. Man findet hier den reifen Schriftsteller, ahnt aber auch noch etwas von dem langen Anlauf, den er nehmen musste, um „zu einem Dichter von unangefochtenem Rang und Vermögen“ (Ralph Freedman) zu werden. Herausgeber Gerd Haffmans hat diese Zusammenstellung noch um einige Gedichte aus dem Nachlass ergänzt, darunter die berühmten erotischen „Sieben Gedichte“.

Aus dem Inhalt:

Larenopfer, Traumgekrönt, Advent, Frühe Gedichte, Die weiße Fürstin, Das Buch der Bilder, Das Stunden-Buch, Das Marien-Leben, Requiem, Neue Gedichte, Duineser Elegien, Die Sonette an Orpheus, Letzte Gedichte und Fragmentarisches, Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke, Geschichten vom lieben Gott, Prosafragmente, Auguste Rodin, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge u.a.

Herausgegeben von Gerd Haffmans. Mit einer Zeittafel zu Rilkes Leben und Werk von Bernhard Zeller und mit Robert Musils Rede zur Rilkefeier am 16.1.1927.


Das dichterische Werk.

Erstausgabe.

Broschur.

1.152 Seiten. 13,5 x 21 cm.

7,99 €.

ISBN 978-3-942048-19-4

Seit Oktober 2009 nur bei erhältlich.



Rainer Maria Rilke

Rainer Maria Rilke hieß eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke, geboren am 4. Dezember 1875 in Prag, gestorben am 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux in der Schweiz. Lyriker, Erzähler, Liebhaber, Künstler, Poet, Soldat und Philosoph.