„Die Weisen aller Zeiten haben immer das Selbe gesagt. Und die Thoren – die unermessliche Majorität aller Zeiten – haben immer das Selbe, nämlich das Gegenteil gethan.“
Einleitung zu den Aphorismen zur Lebensweisheit
Aphorismen zur Lebensweisheit
Arthur Schopenhauer nannte am Schluss seines Lebens und in seinem letzten Werk die „Aphorismen zur Lebensweisheit” eine Eudämonologie oder eine Anweisung, das Leben möglichst angenehm und glücklich zu gestalten. Mit dem Wissen im Hintergrund, dass dies immer nur annäherungsweise möglich ist. Ein gänzlich glückliches Leben gibt es nicht, es ist ein contradictio in adjeco, ein hölzernes Eisen. Ein jedes Leben endet mit dem Tod. Das Wort Eudämonologie ist nur ein Euphemismus. Erst mit diesem Wissen, können wir versuchen, uns in diesem Leben zurechtzufinden und einzurichten. So wie das der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud gesehen hat: „Wir sind in den Hafen der Philosophie Schopenhauers eingelaufen, für den der Tod das Resultat, der Zweck des Lebens, der Sexualtrieb aber die Verkörperung des Willens zum Leben ist.“
Hier zeigt sich Schopenhauer von einer geradezu gemĂĽtvollen, trostreichen und fast behaglichen Seite. Wer Schopenhauer kennenlernen will, kann hier den leichtesten Zugang zu ihm und das Musterbuch aller LebenshilfebĂĽcher finden.
Thomas Mann bekannte: „Sein Werk ist ein Wahrheitserlebnis, so hieb- und stichfest, so richtig, wie ich es sonst in der Philosophie nicht gefunden habe. Man kann damit leben und sterben. Ich wage zu behaupten, daß die schopenhauersche Wahrheit geeignet ist, in der letzten Stunde mühelos standzuhalten.“
Arthur Schopenhauer
Aphorismen zur Lebensweisheit
Eine Eudämonologie oder Anweisungen zu einem glücklichen Dasein
Herausgegeben von Gerd Haffmans
304 Seiten
Leinen, Lesebändchen
10 x 16 cm
ca. €12,90
ISBN 978-3-942048-41-5
Arthur Schopenhauer (22. Februar 1788, Danzig – 21. September 1860, Frankfurt a. M.) kam als Weltmann zur Philosophie, als letzter Spross eines republikanisch-aristokratischen Kaufmannsgeschlechts – mit dem Wappen „Point d’honeur sans libertè – Keine Ehre ohne Freiheit“ – hatte er als junger Mensch bereits Europa bereist und war finanziell unabhängig genug, um sich nie als Hauslehrer verdingen zu mĂĽssen