Philip Larkin


Philip Larkin, geboren am 9. August in Coventry, studierte und graduierte summa cum laude am St John’s College in Oxford, wurde Bibliothekar in Leicester, Belfast und ab 1955 an der Universitätsbibliothek in Hull, wo er bis zu seinem Lebensende am 2. Dezember 1985 blieb. Er veröffentlichte zu Lebzeiten zwei Romane, vier Gedichtbände, ein Jazz-Buch und ist Herausgeber des Oxford Book of Twentieth-Century English Verse. Ausgezeichnet mit sieben Ehrendoktoraten, zuletzt von der Universität Oxford. Die ihm nach dem Tod John Betjemans angetragnene Ehre als Poet Laureate lehnte er ab. 2003 wählte ihn die Poetry Book Society zum Beliebtesten Dichter des Landes (Nation’s best-loved Poet). Lebenslange Freundschaften verbanden ihn mit dem genialischen Bruce Montgomery und dem Erfolgsautor Kingsley Amis. Der eine widmete Larkin als Edmund Crispin seinen klassischen Oxford-Krimi Der wandernde Spielzeugladen; der andere seinen ersten Roman Jim im Glück, der ein Weltbestseller wurde.

Philip Larkin: Jill


Jill ist wie ein Bild von Morandi. Hinter der gelassenen, aufgeräumten Alltäglichkeit tobt das Leben, spielen sich Dramen ab: In stummer Sehnsucht nach Anerkennung, erschafft sich unser nur scheinbar stiller Held seine groĂźe Liebe – und kann sein GlĂĽck nicht fassen: er begegnet ihr, wie sie zauberhafter nicht leben und leiben kann. In einem anrĂĽhrenden Kampf von tränentreibender Komik versucht er, seinem Traum zu folgen, ihn zu halten.


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