Christian Morgenstern


Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern, geboren am 6. 5. 1871 in M├╝nchen als Sohn eines Landschaftsmalers und Kunstprofessors, verliert fr├╝h seine Mutter; 1893 erster Tuberkuloseanfall, mehrmonatige “Zimmerhaft” mit Nietzsche-Lekt├╝re; 1895 Literatenleben in Berlin, auf dem Galgenberg schart er die “Galgenbr├╝der” um sich: Max Reinhardt, Julius Hirschfeld und Ernst von Wolzogen, dessen erstes Berliner Kabarett “├ťberbrettl ” Galgenlieder auf die B├╝hne bringt, die 1905 auch als Buch erscheinen und ein gro├čer Erfolg werden. ├ťbersetzungen aus dem Schwedischen und Norwegischen, besonders Strindberg, Bj├Ârnson und Ibsen, den er in Norwegen besucht; Lektor bei Bruno Cassirer; Redakteur der Halbmonatsschrift “Das Theater”; aus gesundheitlichen Gr├╝nden immer l├Ąngere Aufenthalte in der Schweiz und S├╝dtirol auf; 1910 Heirat mit Margarete Freiin Gosebruch von Liechtenstein; Hinwendung zur Anthroposophie Rudolf Steiners; gestorben am 31. 3. in Meran, Beisetzung im Goetheaneum in Dornach bei Basel.

Christian Morgenstern: Die Galgenlieder


“F├╝r mich eines der wichtigsten B├╝cher des Jahrhunderts. Das Groteske f├╝hrt uns das unser Leben Deformierende vor – das Unabwendliche, hier wird┬┤s Ereignis. Man kann ihn gar nicht ├╝bersch├Ątzen. Er steht auf einsamer H├Âhe. Christian Morgenstern ist in unserer deutschen, nicht gerade von Humor beseelten Literatur eine Art Ehrenrettung, einer der seltenen Gl├╝cksf├Ąlle im Geistesleben einer Nation.” Walter Kempowski


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