“Daß ein Buch wie das Tagebuch des Samuel Pepys überhaupt existiert, ist im Grunde ganz unbegreiflich. Ein rares Wunderwerk”    Robert Louis Stevenson



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Doch er stritt alles mit der größten Unverfrorenheit ab


/ August 30th, 2010 | Pepys

29. August 1660

Ins Flottenamt. Bevor ich ins Amt ging, verhörten meine Frau und ich meinen Burschen Will wegen des verschwundenen Geldes, doch er stritt alles mit der größten Unverfrorenheit ab. Ins Amt und dann nach St. Olave, wo wir uns noch einmal die Stelle ansahen, wo wir eine Empore bauen lassen wollen, und wir haben auch schon die Handwerker beauftragt. Nach Hause zum Essen. Meine Frau hatte unterdessen das gestohlene Geld bei meinem Burschen entdeckt, und es war viel mehr, als wir gedacht hatten. Ich war außer mir und beabsichtige, ihn wegzuschicken.

Nachmittags in meine Stube ins Siegelamt, und abends mit Mount, Llewellyn und anderen ins Bull Head. Von dort zu meinem Vater, und da er bei Onkel Fenner war, ging ich ebenfalls hin. Schickte von dort nach dem Vater meines Burschen und redete mit ihm, und er sagte mir, daß, wenn ich seinen Jungen zu ihm zurückschicke, er nichts dagegen unternehmen werde trotz unseres Vertrags.

Abends nach Hause, wo ich erfuhr, daß meine Frau noch mehr gefunden hatte. Offensichtlich hatte er auch 6s aus W. Hewers Zimmer gestohlen und sie auf dem Abort versteckt, was mich sehr betrübte. Zu Bett, nachdem ich die Kleider meines Burschen zu mir ins Zimmer geholt hatte. Doch als wir alle im Bett waren, rief das Mädchen (das bei uns im Zimmer schläft) plötzlich, sie habe Geräusche gehört, was meine Frau so in Angst versetzte, daß sie an allen Gliedern zu zittern begann und sich lange Zeit nicht beruhigen konnte. Wir glaubten, daß die Geräusche von dem Burschen stammten, der vor Verzweiflung aufgestanden war, um sich oder Will Hewer etwas anzutun. Aber das Mädchen ging nach unten und zündete eine Kerze an und fand den Burschen im Bett liegend. Und nachdem wir die Tür abgeschlossen hatten und die ganze Nacht eine Kerze brennen ließen, schliefen wir gut, hatten aber doch einen großen Schreck bekommen.




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