Früh aufgestanden und das Haus und meine Unterlagen in Ordnung gebracht. Dann verließ ich das Haus. Traf unseren Gemeindeschreiber Hadley, der mir erzählte, die Pest breite sich weiter aus, ganz besonders in unserer Gemeinde. „In dieser Woche sind es neun gewesen“, sagte er, „doch ich habe nur sechs gemeldet.“ Eine üble Praxis, wenn man bedenkt, daß es anderswo genauso gemacht wird und die Zahl der Pestopfer deshalb weit höher liegt als offiziell angegeben.
Danach zu Sir R. Vyner, doch hatte Mr. Lewis zunächst keine Zeit für mich. Ging deshalb nach Moorefields, um einen Blick auf die Beerdigung von Pestleichen zu werfen (möge Gott mir meine schändliche Neugierde vergeben). Es wurde aber niemand zu Grabe getragen. Dennoch steht die Angst vor der Pest allen ins Gesicht geschrieben und die Leute reden von nichts anderem. Auf den Straßen sind kaum noch Menschen, und die ganze Stadt gleicht einem Ort des Elends und der Verzweiflung. Nachdem ich mich umgesehen hatte, zurück zu Vyner. Rechneten miteinander ab und brachten alles zu meiner großen Zufriedenheit zu Ende. Nach Hause und den ganzen Tag bis spät abends die Abrechnungen für Tanger und meine eigene Monatsabrechnung gemacht und zu meiner großen Freude festgestellt, daß ich finanziell so gut dastehe wie noch nie und etwas über 2180l in bar besitze, zuzüglich des Tafelsilbers und anderer Wertgegenstände, deren Wert bei 250l liegt, was ein wahrhaft großer Segen für mich ist und wofür ich dem Herrn dankbar bin. <Außerdem befinden sich mehr als 1800l bar in meinem Haus und nur ein geringer Teil in anderen Händen. Doch bereitet es mir auch einige Sorgen, gerade in dieser Zeit soviel Geld im Haus zu haben.>
Spät zu Bett, zufrieden mit meinen Abrechnungen, aber auch sehr erschöpft von der vielen Arbeit.
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