Am frühen Morgen bat man mich für morgen zum Taufpaten für das Kind von Kapitän Poole, zusammen mit Lady Penn und Lady Batten Pate, was ich zusagte, um ihm eine Gefälligkeit zu erweisen. Dann ins Amt, wo wir den ganzen Vormittag Sitzung hatten. Mittags zum Essen nach Hause. Dann fuhren meine Frau, ich und Sir W. Penn zur Neuen Börse. Wir setzten meine Frau dort ab, und er und ich fuhren weiter zum St.-James-Palast, wo wir zusammen mit Sir J. Mennes und Sir W. Batten dem Herzog von York unsere Aufwartung machten, konnten aber nur wenige dienstliche Dinge ansprechen. Er ist zur Zeit, wie es scheint, sehr mit anderen Dingen beschäftigt und kümmert sich kaum noch um unsere Belange. Als wir dort fertig waren, gingen Sir J. Mennes, Sir W. Batten und ich nach Whitehall, wo wir hörten, daß der Lordkanzler wohl noch einmal glimpflich davon kommen wird. Anscheinend soll er sein Amt behalten, und er ist auch bereit, sich dem Parlament zu stellen, sollte es die gegen ihn erhobenen Vorwürfe untersuchen wollen. Sir J. Mennes und ich sahen uns die Gemälde dort an, und als Mr. Chiffinch, der Schlüsselbewahrer, uns sah, erbot er sich, uns ins Kabinett des Königs zu führen und uns die Gemälde dort zu zeigen. Es ist wahrlich kostbar eingerichtet, und es hängen dort die unterschiedlichsten Gemälde von den berühmtesten Malern in großer Zahl. Ich hätte stundenlang dort verweilen mögen. Wir konnten uns ganz ungehindert umsehen, und Chiffinch genoß es ganz offensichtlich, uns herumzuführen und alles zu erklären.
Ging anschließend zur Börse und erfuhr dort, daß meine Frau schon mit Sir W. Penn mitgefahren war. Also stattete ich Oberst Fitzgerald einen Besuch ab, der in Woolwich lange krank gewesen war. Die meisten Offiziere und Soldaten, die bei dem Überfall der Holländer dort gekämpft haben, sind inzwischen gestorben oder sind krank, und mit seinem Bart und dem langen grauen Haar erkannte ich ihn erst gar nicht. Er hatte mich zu sich gebeten, um über die Streichung der Rentenzahlung für Tanger zu sprechen.
Von dort zurück ins Amt und gearbeitet, und dann am Abend nach Hause zum Abendessen und zu Bett. Heute ist Mr. Pearse, der Arzt, bei mir gewesen und er sagte, daß der Anschlag auf den Lordkanzler mit Sicherheit im Gemach von Lady Castlemaine ausgeheckt worden sei. Als er am Montag nach der Unterredung mit dem König das Gebäude verlassen habe, habe sie noch im Bett gelegen (obwohl es schon Mittag gewesen sei) und sei dann im Nachthemd in ihr Vogelhaus gelaufen, von wo aus sie den Garten von Whitehall überblicken kann. Die Zofe mußte hinter ihr herlaufen, um ihr den Schlafrock zu bringen, und dort habe sie dann gestanden und sich an dem Anblick des alten Mann erfreut, als er davon ging. Einige Höfling hatten ihr in dem Vogelhaus Gesellschaft geleistet, aber viele von ihnen blieben anscheinend nur, um ebenfalls zu sehen, wie der Kanzler das Haus verließ. Unter ihnen sei auch Blanquefort gewesen, und er habe zu ihr gesagt, sie sei ein Paradiesvogel.
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