Aufgestanden und mit Sir J. Mennes in der Kutsche zum St.-James-Palast zu unserer üblichen Sitzung beim Herzog. Die Anzeichen mehren sich, daß es bald zum Krieg kommen wird. Der Herzog sagte, daß wir umgehend eine Flotte nach Guinea aussenden müssen, denn dort wird der Krieg seiner Meinung nach beginnen. Die Holländer haben ihrerseits bereits Schiffe entsendet. Dann mit Sir J. Mennes wieder nach Hause. Unterwegs erzählte er, wie er unter dem früheren König zur See gefahren sei und sich auch als Arzt betätigt habe. Vor allem die Syphilis sei unter den Seeleuten stark verbreitet gewesen. Und unter anderem hatte er Sir J. Denham geheilt, der an einem rätselhaften Geschwür litt, das sein ganzes Gesicht überzogen hatte.
Ging dann ins Kaffeehaus und danach eine Weile zur Börse. Von dort mit Creed zum Mittagessen zu mir nach Hause. Anschließend nahmen wir eine Kutsche. Ich setzte ihn beim Temple ab und fuhr mit meiner Frau zu Mr. Blagrave. Da er selbst nicht zu Hause war, ließ ich meine Frau dort. Ging in die Westminster Hall und von dort in die Trumpet, wo ich mit Mrs. Lane verabredet war. Als sie kam, klagte sie mir ihr Leid, nämlich daß ihr Mann ein Tunichgut ist, was mir bereits klar war, und daß sie schwanger ist und verloren sei, wenn ich ihm keine Stelle besorge. Ich vergnügte mich mit ihr, und das törichte Ding tat mir schön, aber nur weil ich ihrem Mann einen Gefallen tun soll. Doch ich denke gar nicht daran, und will auch nichts mehr mit ihr zu tun haben. Soll sie die Suppe ruhig auslöffeln, die sie sich eingebrockt hat. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte sie Hawley geheiratet, aber sie wollte ja nicht auf mich hören. Nachdem wir etwas getrunken hatten, trennten wir uns. Ich ging zurück zu Blagrave und unterhielt mich dort mit Mrs. Blagrave über ihre Nichte, die, wie es scheint, häufig kränkelt und zur Schwermut neigt. Anscheinend trauert sie ihrem Geliebten nach, der verstorben ist. Und Mrs. Blagrave sagte uns auf ihre treuherzige Art, daß ihre Nichte deshalb wohl nicht zu uns kommen könne, denn wir hätten nicht viel Freude an ihr. Das finde ich bedauerlich, denn ich glaube, sie hätte uns gefallen. Dann kam Mr. Blagrave zu uns, zusammen mit der Nichte, und sie sangen uns etwas vor, aber sie singt nicht gut. Von dort noch einmal zur Westminster Hall und dann mit der Kutsche zurück. Machten unterwegs in Charing Cross halt, wo wir uns den Riesen aus Holland ansahen, der vor kurzem nach England gekommen ist. Ich konnte mich mit aufgesetztem Hut unter seinen Arm stellen, und ich kam, als ich mich ausstreckte, mit den Fingerspitzen nicht höher als bis zu seinen Augenbrauen. Er ist ein gutaussehender Mann und von schöner Gestalt, aber seine Frau ist ganz klein und zierlich. Es stimmt, daß er Schuhe mit hohen Absätzen trägt, aber so hoch sind sie nun auch wieder nicht, und für gewöhnlich trägt er einen Turban, was ihn noch größer erscheinen läßt, aber dennoch, er ist wirklich riesig. Von dort zurück und ins Amt. Kurz darauf zum Abendessen und dann noch einmal ins Amt. Spät nach Hause und zu Bett. Meine Frau und ich sind ein bißchen besorgt, daß wir noch immer keine Gesellschafterin für sie haben.
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