“Daß ein Buch wie das Tagebuch des Samuel Pepys überhaupt existiert, ist im Grunde ganz unbegreiflich. Ein rares Wunderwerk”    Robert Louis Stevenson



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Wohin ich ihm nicht folgen möchte, da sie dort alle Angst vor mir haben


/ August 12th, 2010 | Pepys

12. August 1665

Da wir bis auf weiteres nur noch donnerstags Sitzung im Amt haben, den ganzen Vormittag zu Hause geblieben und meine Papiere und andere Dinge geordnet und eine ganze Weile an den Abrechnungen für Dr. Twysden gearbeitet. Mittags ließ Sir G. Carteret nach mir schicken. Ich solle mich mit ihm und Lord Hinchingbrooke in Deptford treffen. Doch kam der junge Herr gar nicht nach Deptford, sondern setzte in Gravesend nach Dagenham über, wohin ich ihm nicht folgen möchte, da sie dort alle Angst vor mir haben. Sir G. Carteret erzählte aber, er sei ein in jeder Hinsicht prächtiger Jüngling. Allerdings war Sir G. Carteret kurz angebunden, weil er zum Herzog von Albemarle und zum Erzbischof mußte, so daß ich vorschlug, unser Gespräch zu vertagen. Nachdem er fort war, ging ich nach Greenwich und schickte die Bezan fort, mit der ich eigentlich heute abend zur Royal Sovereign zur Nore-Boje fahren wollte. Auf dem Heimweg nach Deptford begleitete mich der alte Bagwell ein Stück des Wegs und lud mich dann ins Haus seiner Tochter ein. Sobald er dehors gegangen war, hatte ego mein volunté de su hija. Etwas gegessen und getrunken und dann nach Hause. Noch kurz ins Amt, dann nach Hause und weitere Unterlagen geordnet und spät zu Bett.

Die Menschen sterben so zahlreich, daß man sie jetzt auch tagsüber beerdigen will, da die Nächte nicht mehr ausreichen. Und der Bürgermeister hat angeordnet, daß alle Gesunden um neun Uhr ihre Häuser aufgesucht haben müssen, damit dann auch die Kranken an die frische Luft können (angeblich). Auch bei der Flotte hat es einen Todesfall gegeben, in Deptford, an Bord des Branders Providence, der soeben seefertig gemacht wurde. Man versicherte mir aber heute, es gebe keine weiteren Infizierten an Bord. Außerdem erfuhr ich von W. Bodham, auch in Woolwich habe es einen Toten unweit der Seilerei gegeben. Und bei Hof in Salisbury ist die Frau eines Stallknechts gestorben, woraufhin der König und die Königin eiligst nach Wilton geflohen sind. Gott schütze uns alle.




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