“Daß ein Buch wie das Tagebuch des Samuel Pepys überhaupt existiert, ist im Grunde ganz unbegreiflich. Ein rares Wunderwerk”    Robert Louis Stevenson



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Daß wir wahrlich wie ein Haufen Dummköpfe dastanden


/ August 9th, 2010 | Pepys

7. August 1665

Aufgestanden und mit großem Vergnügen die Zeichnungen meiner Frau angesehen. Danach zu Lady Penn, die ich, seit sie hier ist, noch nicht gesehen habe. Wir scherzten eine Weile miteinander, dann mußte sie fort. Ich blieb noch eine Weile und unterhielt mich mit Mrs. Peg, sah mir ihre Zeichnungen an und lobte sie auch, doch im Vergleich zu denen von meiner Frau taugen sie wirklich nichts. Danach zu meiner Frau und bis mittags mit ihr geplaudert, bis Mr. Andrews vom Land eintraf, um mit mir verschiedene Angelegenheiten für Tanger zu besprechen. Nachdem wir dies erledigt und zu Mittag gegessen hatten, mit dem Boot nach Hause und mich mit Dr. Twysden, Mr. Povey, Mr. Lawson und Stockdale getroffen, um ihren Streit um das Geld beizulegen. Doch herrschte ein so großes Durcheinander und so große Uneinigkeit, daß wir wahrlich wie ein Haufen Dummköpfe dastanden. Ärgerte mich sehr, so viel Zeit und Mühe darauf verschwendet zu haben.

Nachdem sie fort waren, erschien der Bootsbauer Rayner im Amt und brachte einen Silberteller mit, den ich aber zurückwies, da der arme Mann aufgrund unserer bisherigen Zusammenarbeit keinen Grund für Geschenke hat. Anschließend kam Llewellyn, um mit mir über Mr. Derings Lieferung von Planken zu sprechen und einen Vertrag aufzusetzen, wofür er mir zwanzig Goldstücke bot, wie Dering selbst es auch schon wiederholt getan hat. Lehnte auch diesmal wieder ab, weil ich mich bei Aufträgen nicht bestechen lassen will. Werde den Auftrag aber bei nächster Gelegenheit in die Wege leiten.

Sobald er fort war, zu Abend gegessen und dann zu Bett.




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