Aufgestanden und mich darüber geärgert, daß Hannah das Haus nicht besser in Ordnung hält. Es ist zur Zeit schmutziger, als wenn alle anwesend sind.
Dann ins Amt. Hatten den ganzen Vormittag Sitzung, an der auch Mr. Coventry und Sir W. Penn teilnahmen. Mr. Coventry lieh sich heute mein Buch über die Marine aus.
Mittags ging ich zur Börse. Traf mich mit Sir W. Warren und ging mit ihm in ein Kaffeehaus, wo wir den Vertrag über Masten abschlossen. Von dort zu meiner Base Mary Joyce. Sie hatte eine große Gesellschaft eingeladen, und es ging sehr fröhlich zu. Auch einer der königlichen Falkner war da, der bei St. Paul wohnt, und seine Frau, häßlich wie die Nacht, hat aber Geld in die Ehe mitgebracht. Man sprach über Falken, und er erzählte, daß sie ein Rebhuhn mit solcher Kraft zu Boden werfen, daß es noch meterweit über den Boden geschleudert wird, und er sowie ein gewisser Ballow, ein wohlhabender Mann und Mitglied der Lederhändlergilde, der auch die Brüder Joyce angehören, nannten die Gründe dafür, und es war sehr interessant zu hören. Ich nutzte die Gelegenheit, Ballows Frau, eine hübsche und vornehme Frau, mehrmals zu küssen, und sie war sehr wohlwollend, trank mir zu und begegnete mir mit großer Hochachtung. Nach dem Essen wurde geplaudert und viel gelacht. Ich trank keinen Wein, sondern nur Wasser, da das Bier nicht gut war. Man ließ einen Geiger kommen, und eine gewisse Mrs. Lurkin, eine Nachbarin, ein lustiges Ding, aber sehr hochgewachsen, tanzte dazu und machte sehr vergnügliche Possen. Noch besser tanzte eine Tochter von Mr. Bromfield, eine Schwarzhaarige, aber von schönem Wuchs und sehr sittsam. Ich tanzte mit ihr “La Duchesse”, was mir nicht ganz fehlerfrei gelang, aber ich schlug mich recht wacker und machte ihr viele Komplimente, küßte sie und begleitete sie mit ihrem Vetter Anthony und ihrer Base Kate Joyce nach Hause (Kate war sehr hübsch heute, hatte sich herausgeputzt, und ich war sehr freundlich zu ihr und küßte sie nach Herzenslust, was sie sehr gut aufnahm). Dort verließ ich sie – nachdem wir, obwohl es schon 9 Uhr war, unterwegs in Lincoln’s Inn Fields noch ins Puppentheater gegangen waren. Sahen “Judith und Holofernes” mit mechanischen Figuren,* sehr gut.
Am Theater trafen wir Mr. Samuel Lawrence (nach dem meine Base Joyce anscheinend ihr Kind benannt hat), einen sehr höflichen Mann, sowie seine hübsche Gattin – beide hatten Kate Joyce dabei geholfen, das heutige Fest auszurichten. Ich wollte sie einladen, was mich 16s gekostet hätte, aber sie wollten es keinesfalls zulassen. Von dort nach Hause, sehr zufrieden mit dem heutigen Abend, da mir an einem guten Verhältnis zur Joyce-Sippe sehr gelegen ist, denn man weiß nie, wozu es gut ist. Schrieb zu Hause noch Briefe für die Post, an meine Frau und an meinen Vater, dann zum Abendessen. Ein wenig mit meinem Bruder unterhalten und zu Bett.
* Vermutlich Puppen nach Vorbild deutscher Uhrwerkfiguren.
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