“Daß ein Buch wie das Tagebuch des Samuel Pepys überhaupt existiert, ist im Grunde ganz unbegreiflich. Ein rares Wunderwerk”    Robert Louis Stevenson



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Es seien Hofleute der übelsten Sorte, die fluchten, wie er es noch nie in seinem Leben gehört hätte


/ August 4th, 2010 | Pepys

4. August 1661

Sonntag. Stand auf und ging mit Vetter Roger in den Garten, wo ich etwas Obst pflückte. Sprach dann mit ihm über die Angelegenheit, um derentwillen ich gekommen war, nämlich das Testament meines Onkels. Er beglückwünschte mich, sagte aber auch, daß noch große Schwierigkeiten auf mich zukommen würden, und er erklärte mir in allen Einzelheiten, was nun zu tun sei.

Zur Kirche, zusammen mit Onkel Talbot. Als wir die Kirche betraten, erhoben sich die Landleute sehr ehrerbietig. Als der Pfarrer anhob, redete er uns mit “Euer Wohlgeboren“ und „lieben Herren“ an. Die Predigt war einfach und gut.

Nach Hause zum Mittagessen, das sehr gut war, danach wieder in die Kirche. Hinterher ein kleiner Spaziergang, sodann zum Abendessen und im Anschluß ein Gespräch mit Roger über die öffentlichen Angelegenheiten. Roger (dessen besonnene Art ich im Verlauf unseres Gesprächs mehr und mehr zu schätzen lernte) berichtete mir, auf welch niederträchtige Weise die jungen Kavaliere im neuen Parlament die Bemühungen aller rechtschaffenden Abgeordneten zunichte gemacht hätten. Es seien Hofleute der übelsten Sorte, die fluchten, wie er es noch nie in seinem Leben gehört hätte, so daß er fürchtet, daß sie noch alles verderben und einen neuen Bürgerkrieg lostreten könnten.

Dann zu Bett.




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