“Daß ein Buch wie das Tagebuch des Samuel Pepys überhaupt existiert, ist im Grunde ganz unbegreiflich. Ein rares Wunderwerk”    Robert Louis Stevenson



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Denn ich hatte wegen der Schmerzen in meinen Hoden Bedenken, mich aufs Pferd zu setzen


/ August 2nd, 2010 | Pepys

2. August 1662

Früh aufgestanden und meine Reitkleider angezogen. Dann ins Amt, wo ich Briefe an meinen Vater und meine Frau für die Post am Abend schrieb. Dann Dienstliches erledigt. Fuhr anschließend mit Will im Boot nach Greenwich, aber Hauptmann Cocke war nicht zu Hause, was mich ärgerte. Ging daher im Park spazieren, bis er eintraf. Ebenso ärgerte es mich, daß Will vergessen hatte, meine Reitstiefel mitzunehmen, so daß ich gezwungen war, das Boot zurückzuschicken und sie holen zu lassen. Schließlich kam Hauptmann Cocke und wir gingen zu ihm zum Essen. Seine Frau ist wahrlich eine große Schönheit, aber auch diesmal war sie leider nicht so zuvorkommend, wie ich gehofft. Es gab ein einfaches, gutes Mahl. Wie es scheint, leben sie recht sparsam. Aß unter anderem Maulbeeren, die ich zuletzt vor vielen Jahren in Ashtead bei meinem Vetter John Pepys gegessen habe. Danach bestiegen wir das Boot und hatten eine angenehme Fahrt bis nach Gravesend, aber es war 9 Uhr, als wir eintrafen, so daß wir nicht recht wußten, ob wir dort bleiben oder weiterreisen sollten, denn ich hatte wegen der Schmerzen in meinen Hoden Bedenken, mich aufs Pferd zu setzen. Aber als Mr. Hempson und Leutnant Carteret von der Foresight zu mir in den Swan kamen, lieh ich mir Mr. Hempsons Pferd, er nahm ein anderes, und so ritten wir bei Dunkelheit nach Rochester, wo in der Crown die Herren Gregory, Barrow und andere auf mich warteten. Nach einem Glas Wein bestiegen wir die Barke, die man mir besorgt hatte, und fuhren weiter bis nach Chatham, wo wir im Hill House bald zu Bett gingen. Bevor wir einschliefen, erzählte ich Hauptmann Cocke noch, wie man mir den Stein herausgeschnitten hatte, was ihm sehr gefiel. Dann eingeschlafen.




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