Archiv: / August, 2010


Er schleppte mich in eine schlimme Spelunke, wo zwei unansehnliche Frauenzimmer zu uns an den Tisch kamen


/ August 31st, 2010 | Haffmans Tolkemitt

31. August 1661

Am Vormittag zu Hause und dann ins Amt. Am Mittag mit Llewellyn ins Wirtshaus und von dort zum Bartholom├Ąus-Jahrmarkt. Er schleppte mich in eine schlimme Spelunke, wo zwei unansehnliche Frauenzimmer zu uns an den Tisch kamen. Es waren Huren, und ich fand sie so absto├čend, da├č mir ihre Gegenwart unangenehm war und ich nur den Wunsch hatte, den Ort so schnell wie m├Âglich wieder zu verlassen, bevor mich noch jemand sah. Dann gingen wir in Richtung Ludgate, wo wir uns trennten. Ging allein zum Jahrmarkt zur├╝ck und traf dort die T├Âchter des gn├Ądigen Herrn in Begleitung von Mr. Pickering und Mademoiselle le Blanc, ihrer Erzieherin. Sie wollten sich gerade den Affentanz ansehen. Kurios, was man diese Tiere alles anstellen l├Ą├čt, aber mir gefiel das derbe Volk nicht, das um mich herum sa├č. Danach gingen wir zum Christ-Hospital, wo Mr. Pickering den jungen Damen kleine Geschenke kaufte. Ich schenke beiden eine Glaskugel, in der kleine Gegenst├Ąnde hingen, was ihnen gut gefiel.

Mit ihnen in ihrer Kutsche zur├╝ck zur Kleiderverwaltung, wo die gn├Ądige Frau mich zu sich rufen lie├č und wohl eine Stunde lang mit mir plauderte. Die Gute berichtete in aller Unschuld, da├č Mrs. Crisp ihr versprochen habe, mit Hilfe einer Dame, die sich in ihrem Haus aufh├Ąlt, den K├Ânig dazu zu bewegen, Pate des M├Ądchens zu werden, mit dem die gn├Ądige Frau gerade im Kindbett liegt, und sie sprach mit einer solchen Begeisterung davon, da├č sie zu gl├╝hen anfing, und ihre kindliche Freude und Einfalt r├╝hrten mich ganz ├╝ber die Ma├čen.

Ging dann wieder nach unten, um mit den jungen Damen zu Abend zu essen. Auf dem Heimweg begleitete mich Mr. Moore bis zum Mitre in der Fenchurch Street (weil wir uns nie trennen k├Ânnen), wo wir noch ein Glas Wein tranken. Dann ging ich nach Hause und zu Bett.

((Leerzeile))

So endet der Monat. Unser Hausm├Ądchen Jane ist fort, und so mu├č Pall die ganze Arbeit verrichten, bis ein neues M├Ądchen kommt, was erst dann der Fall sein wird, wenn Pall mit meiner Mutter aufs Land zieht. Meine Frau und ich sind bei guter Gesundheit. Lord Sandwich befindet sich im Mittelmeer und hat sich in Alicante von seiner schweren Krankheit erholt. Mein Vater ist nach Brampton gezogen. Ich selbst habe viel damit zu tun, unsere Erbschaftsangelegenheit zu unserer Zufriedenheit zu regeln. Von ├ťbel ist, da├č ich mich seit einiger Zeit vornehmlich f├╝r das Theater interessiere und zuviel Geld f├╝r sch├Âne Gegenst├Ąnde und andere Vergn├╝gungen ausgebe und dar├╝ber meine Pflichten im Dienst vernachl├Ąssige, was unbedingt anders werden mu├č.

Da kein Geld hereinkommt, bin ich gezwungen gewesen, gr├Â├čere Summen zu borgen, f├╝r mich selbst, aber auch f├╝r die Belange meines Vaters. Sorgen macht mir auch mein Bruder Tom, der jetzt das Gesch├Ąft meines Vaters ├╝bernimmt, weil ich f├╝rchte, da├č die Sache schiefgehen k├Ânnte, da er nicht ├╝ber die n├Âtige Klugheit und Umsicht verf├╝gt.

Am Hof herrschen traurige Zust├Ąnde, Neid und Armut, wo man hinsieht, und es wird geflucht, getrunken und gehurt. Der Klerus ist so hochm├╝tig, da├č von allen Seiten dagegen protestiert wird. Kurz, ├╝berall herrscht eine gro├če Unzufriedenheit.

Auch die Spendensammlung f├╝r den K├Ânig f├╝hrt zu nichts, sondern sorgt nur f├╝r weiteren Unmut, so da├č man sie besser gar nicht aufgebracht h├Ątte. Ich selbst werde wohl 20l spenden. In unserem Amt ist alles ruhig, nur fehlt das Geld, weshalb alles verkommt. Unsere eigenen Schuldscheine werden an der B├Ârse mit 10 Prozent Verlust verkauft. Unser Amt soll um die R├Ąumlichkeiten von Sir R. Fords Haus vergr├Â├čert werden, was gewi├č schon bald zu neuem ├ärger f├╝hren wird, was die Aufteilung der Zimmer betrifft, aber auch wegen der zus├Ątzlichen Miete von 200l per annum, so da├č ich bezweifle, da├č das Vorhaben wirklich in die Tat umgesetzt wird.

Die Jahreszeit beschert uns viele Krankheitsf├Ąlle, die Leuten sterben an einem unbekannten, t├Âdlichen Fieber.

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Dennoch steht die Angst vor der Pest allen ins Gesicht geschrieben und die Leute reden von nichts anderem


/ August 30th, 2010 | Haffmans Tolkemitt

30. August 1665

Fr├╝h aufgestanden und das Haus und meine Unterlagen in Ordnung gebracht. Dann verlie├č ich das Haus. Traf unseren Gemeindeschreiber Hadley, der mir erz├Ąhlte, die Pest breite sich weiter aus, ganz besonders in unserer Gemeinde. ÔÇ×In dieser Woche sind es neun gewesenÔÇť, sagte er, ÔÇ×doch ich habe nur sechs gemeldet.ÔÇť Eine ├╝ble Praxis, wenn man bedenkt, da├č es anderswo genauso gemacht wird und die Zahl der Pestopfer deshalb weit h├Âher liegt als offiziell angegeben.

Danach zu Sir R. Vyner, doch hatte Mr. Lewis zun├Ąchst keine Zeit f├╝r mich. Ging deshalb nach Moorefields, um einen Blick auf die Beerdigung von Pestleichen zu werfen (m├Âge Gott mir meine sch├Ąndliche Neugierde vergeben). Es wurde aber niemand zu Grabe getragen. Dennoch steht die Angst vor der Pest allen ins Gesicht geschrieben und die Leute reden von nichts anderem. Auf den Stra├čen sind kaum noch Menschen, und die ganze Stadt gleicht einem Ort des Elends und der Verzweiflung. Nachdem ich mich umgesehen hatte, zur├╝ck zu Vyner. Rechneten miteinander ab und brachten alles zu meiner gro├čen Zufriedenheit zu Ende. Nach Hause und den ganzen Tag bis sp├Ąt abends die Abrechnungen f├╝r Tanger und meine eigene Monatsabrechnung gemacht und zu meiner gro├čen Freude festgestellt, da├č ich finanziell so gut dastehe wie noch nie und etwas ├╝ber 2180l in bar besitze, zuz├╝glich des Tafelsilbers und anderer Wertgegenst├Ąnde, deren Wert bei 250l liegt, was ein wahrhaft gro├čer Segen f├╝r mich ist und wof├╝r ich dem Herrn dankbar bin. <Au├čerdem befinden sich mehr als 1800l bar in meinem Haus und nur ein geringer Teil in anderen H├Ąnden. Doch bereitet es mir auch einige Sorgen, gerade in dieser Zeit soviel Geld im Haus zu haben.>

Sp├Ąt zu Bett, zufrieden mit meinen Abrechnungen, aber auch sehr ersch├Âpft von der vielen Arbeit.

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Doch er stritt alles mit der gr├Â├čten Unverfrorenheit ab


/ August 30th, 2010 | Haffmans Tolkemitt

29. August 1660

Ins Flottenamt. Bevor ich ins Amt ging, verh├Ârten meine Frau und ich meinen Burschen Will wegen des verschwundenen Geldes, doch er stritt alles mit der gr├Â├čten Unverfrorenheit ab. Ins Amt und dann nach St. Olave, wo wir uns noch einmal die Stelle ansahen, wo wir eine Empore bauen lassen wollen, und wir haben auch schon die Handwerker beauftragt. Nach Hause zum Essen. Meine Frau hatte unterdessen das gestohlene Geld bei meinem Burschen entdeckt, und es war viel mehr, als wir gedacht hatten. Ich war au├čer mir und beabsichtige, ihn wegzuschicken.

Nachmittags in meine Stube ins Siegelamt, und abends mit Mount, Llewellyn und anderen ins Bull Head. Von dort zu meinem Vater, und da er bei Onkel Fenner war, ging ich ebenfalls hin. Schickte von dort nach dem Vater meines Burschen und redete mit ihm, und er sagte mir, da├č, wenn ich seinen Jungen zu ihm zur├╝ckschicke, er nichts dagegen unternehmen werde trotz unseres Vertrags.

Abends nach Hause, wo ich erfuhr, da├č meine Frau noch mehr gefunden hatte. Offensichtlich hatte er auch 6s aus W. Hewers Zimmer gestohlen und sie auf dem Abort versteckt, was mich sehr betr├╝bte. Zu Bett, nachdem ich die Kleider meines Burschen zu mir ins Zimmer geholt hatte. Doch als wir alle im Bett waren, rief das M├Ądchen (das bei uns im Zimmer schl├Ąft) pl├Âtzlich, sie habe Ger├Ąusche geh├Ârt, was meine Frau so in Angst versetzte, da├č sie an allen Gliedern zu zittern begann und sich lange Zeit nicht beruhigen konnte. Wir glaubten, da├č die Ger├Ąusche von dem Burschen stammten, der vor Verzweiflung aufgestanden war, um sich oder Will Hewer etwas anzutun. Aber das M├Ądchen ging nach unten und z├╝ndete eine Kerze an und fand den Burschen im Bett liegend. Und nachdem wir die T├╝r abgeschlossen hatten und die ganze Nacht eine Kerze brennen lie├čen, schliefen wir gut, hatten aber doch einen gro├čen Schreck bekommen.

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Obwohl mein Ärger noch nicht verraucht war


/ August 30th, 2010 | Haffmans Tolkemitt

28. August 1662

Heute war Will, den ich sonst zwei oder dreimal am Morgen rufen mu├č, von allein aufgestanden und zu mir gekommen, was mich freute, obwohl mein ├ärger noch nicht verraucht war. Dann aufgestanden und zu den Handwerkern ins Dachgescho├č, wo ich gut zwei Stunden zubrachte und schon f├╝rchtete, mich verk├╝hlt zu haben, da ich nur einen Schlafrock und kein Wams trug. Im Amt war den ganzen Vormittag Sitzung, und am Mittag a├čen Mr. Coventry und ich bei Sir W. Batten (bei dem ich jetzt drei Tage hintereinander war). Am Nachmittag kamen wir erneut zur Sitzung zusammen, was wir jetzt zweimal in der Woche tun wollen, neben der Sitzung am Vormittag.

Am Abend beendeten wir die Sitzung, und ich ging nach Hause, um zu sehen, wie die Arbeit vorangekommen. Dann wieder ins Amt, wo ich unter anderem Briefe f├╝r die Post schrieb. Dann nach Hause und sp├Ąt zu Bett.

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Er sagte, da├č der Anschlag auf den Lordkanzler mit Sicherheit im Gemach von Lady Castlemaine ausgeheckt worden sei


/ August 27th, 2010 | Haffmans Tolkemitt

27. August 1667

Am fr├╝hen Morgen bat man mich f├╝r morgen zum Taufpaten f├╝r das Kind von Kapit├Ąn Poole, zusammen mit Lady Penn und Lady Batten Pate, was ich zusagte, um ihm eine Gef├Ąlligkeit zu erweisen. Dann ins Amt, wo wir den ganzen Vormittag Sitzung hatten. Mittags zum Essen nach Hause. Dann fuhren meine Frau, ich und Sir W. Penn zur Neuen B├Ârse. Wir setzten meine Frau dort ab, und er und ich fuhren weiter zum St.-James-Palast, wo wir zusammen mit Sir J. Mennes und Sir W. Batten dem Herzog von York unsere Aufwartung machten, konnten aber nur wenige dienstliche Dinge ansprechen. Er ist zur Zeit, wie es scheint, sehr mit anderen Dingen besch├Ąftigt und k├╝mmert sich kaum noch um unsere Belange. Als wir dort fertig waren, gingen Sir J. Mennes, Sir W. Batten und ich nach Whitehall, wo wir h├Ârten, da├č der Lordkanzler wohl noch einmal glimpflich davon kommen wird. Anscheinend soll er sein Amt behalten, und er ist auch bereit, sich dem Parlament zu stellen, sollte es die gegen ihn erhobenen Vorw├╝rfe untersuchen wollen. Sir J. Mennes und ich sahen uns die Gem├Ąlde dort an, und als Mr. Chiffinch, der Schl├╝sselbewahrer, uns sah, erbot er sich, uns ins Kabinett des K├Ânigs zu f├╝hren und uns die Gem├Ąlde dort zu zeigen. Es ist wahrlich kostbar eingerichtet, und es h├Ąngen dort die unterschiedlichsten Gem├Ąlde von den ber├╝hmtesten Malern in gro├čer Zahl. Ich h├Ątte stundenlang dort verweilen m├Âgen. Wir konnten uns ganz ungehindert umsehen, und Chiffinch geno├č es ganz offensichtlich, uns herumzuf├╝hren und alles zu erkl├Ąren.

Ging anschlie├čend zur B├Ârse und erfuhr dort, da├č meine Frau schon mit Sir W. Penn mitgefahren war. Also stattete ich Oberst Fitzgerald einen Besuch ab, der in Woolwich lange krank gewesen war. Die meisten Offiziere und Soldaten, die bei dem ├ťberfall der Holl├Ąnder dort gek├Ąmpft haben, sind inzwischen gestorben oder sind krank, und mit seinem Bart und dem langen grauen Haar erkannte ich ihn erst gar nicht. Er hatte mich zu sich gebeten, um ├╝ber die Streichung der Rentenzahlung f├╝r Tanger zu sprechen.

Von dort zur├╝ck ins Amt und gearbeitet, und dann am Abend nach Hause zum Abendessen und zu Bett. Heute ist Mr. Pearse, der Arzt, bei mir gewesen und er sagte, da├č der Anschlag auf den Lordkanzler mit Sicherheit im Gemach von Lady Castlemaine ausgeheckt worden sei. Als er am Montag nach der Unterredung mit dem K├Ânig das Geb├Ąude verlassen habe, habe sie noch im Bett gelegen (obwohl es schon Mittag gewesen sei) und sei dann im Nachthemd in ihr Vogelhaus gelaufen, von wo aus sie den Garten von Whitehall ├╝berblicken kann. Die Zofe mu├čte hinter ihr herlaufen, um ihr den Schlafrock zu bringen, und dort habe sie dann gestanden und sich an dem Anblick des alten Mann erfreut, als er davon ging. Einige H├Âfling hatten ihr in dem Vogelhaus Gesellschaft geleistet, aber viele von ihnen blieben anscheinend nur, um ebenfalls zu sehen, wie der Kanzler das Haus verlie├č. Unter ihnen sei auch Blanquefort gewesen, und er habe zu ihr gesagt, sie sei ein Paradiesvogel.

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Au├čerdem sagte er mir, da├č ich f├╝r meine T├╝chtigkeit und meine Zuverl├Ąssigkeit bekannt sei, wof├╝r ich Gott danke.


/ August 26th, 2010 | Haffmans Tolkemitt

26. August 1663

Aufgestanden und ein wenig im Haus aufger├Ąumt, jetzt da die Tischler fertig sind. Dann mit dem Boot nach Whitehall. Der Innenhof war voller Kutschen, da der K├Ânig und der ganze Hof heute nach Bath reisen. Ging zum St.-James-Palast, wo ich ├╝ber eine Stunde blieb. Sprach mit Mr. Coventry ├╝ber verschiedene Dinge, sehr zu meiner Zufriedenheit. Auch er wollte heute mit dem Herzog aufbrechen. Deshalb verlie├č ich ihn. Traf Mr. Gauden und fuhr mit ihm zur├╝ck ins Amt, wo wir in Sir W. Penns Zimmer mit Mr. Waith verabredet waren, um ├╝ber Fragen der Verproviantierung zu sprechen, wobei wir fast in Streit gerieten.

Dann nach Hause zum Mittagessen. Mr. Moore a├č bei mir. Nach dem Essen gab ich ihm Geld, womit jetzt alle offenen Rechnungen zwischen ihm und mir beglichen sind. Ich gab ihm auch das Geld f├╝r den gn├Ądigen Herrn, der mir jetzt genau 700l schuldet, wor├╝ber ich einen Schuldschein habe.

Wir stritten noch ein Weile, ob es angebracht sei, da├č er mir die Zahlungen quittiere, doch schlie├člich tat er es, als ich ihm deutlich machte, da├č ich ohne Quittung das Geld nicht herausr├╝cken w├╝rde.

Unternahmen dann zusammen einen sch├Ânen Spaziergang nach Deptford, wo ich verschiedene Dinge erledigte, und wieder zur├╝ck. Dann trennten wir uns. Ging nach Hause zum Abendessen. Bin sehr froh, da├č in meinem Haus jetzt wieder Ordnung einkehrt, einen solchen Dreck m├Âchte ich jedenfalls so schnell nicht mehr in der Wohnung haben. Aber die B├Âden sind sehr sch├Ân geworden und werden noch sch├Âner aussehen, wenn sie erst einmal alle dieselbe Farbe haben.

Dann m├╝de und ersch├Âpft zu Bett.

Kapit├Ąn Hickes gab mir heute in Deptford zu meiner gro├čen Freude ein Verzeichnis aller Beamten der Werft, mit einem kurzen Bericht ├╝ber jeden von ihnen, und er f├╝hrt viele F├Ąlle von Pflichtvergessenheit auf. Au├čerdem sagte er mir, da├č ich f├╝r meine T├╝chtigkeit und meine Zuverl├Ąssigkeit bekannt sei, wof├╝r ich Gott danke. Anscheinend war es Mr. Coventry, der mit ihm ├╝ber mich gesprochen hatte.

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Dann lie├č ich die W├Ąnde t├╝nchen und sah einige Zeit dabei zu


/ August 25th, 2010 | Haffmans Tolkemitt

25. August 1666

Den ganzen Vormittag im Amt. Mittags zu Hause gegessen und danach in mein neues Zimmer, das mir ganz ausgezeichnet gef├Ąllt, und aufger├Ąumt. Dann lie├č ich die W├Ąnde t├╝nchen und sah einige Zeit dabei zu. Darauf ins Amt und Briefe geschrieben sowie einige andere Dinge erledigt. Dann in bester Laune nach Hause zum Abendessen und zu Bett.

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Kurz zur B├Ârse, dann nach Hause und gut zu Mittag gegessen


/ August 24th, 2010 | Haffmans Tolkemitt

24. August 1664

Um 6 Uhr aufgestanden und mit Tom Hayter ins Amt gegangen, wo wir in gro├čer Eile verschiedene Anordnungen trafen. Um 9 Uhr nach Whitehall zum Kronrat, wo es um Mr. Maes und seine nicht verzollte Fracht ging, und es sieht nicht gut f├╝r ihn aus. Ging von dort zur Advokateninnung, traf Mr. Cole aber wieder nicht an. Auf dem R├╝ckweg sah ich mir in der Wood Street bei mehreren Tischlern Tische an, kaufte aber keinen, weil ich zu Hause erst ausmessen wollte, wie gro├č er genau sein mu├č. Kurz zur B├Ârse, dann nach Hause und gut zu Mittag gegessen. Anschlie├čend nach Whitehall zu einer Sitzung des Fischereiausschusses, wo Lord Craven und Mr. Grey sich sehr dagegen wehrten, Mr. Creed zum Stellvertreter von Mr. Duke, unserem Sekret├Ąr, zu machen, solange der Herzog von York nicht anwesend sei ÔÇô und so wurde die Sitzung aufgehoben, ohne da├č etwas erreicht worden w├Ąre. Von dort zu Fu├č nach Hause. Ging zuvor noch zur Kleiderverwaltung und sah mir die Kleider und das Wei├čzeug f├╝r meinen Burschen an. Ich denke, er wird wohl Ende der Woche bei mir anfangen k├Ânnen. Dann nach Hause. Mr. Creed begleitete mich ein St├╝ck des Wegs, und er gab mir Ratschl├Ąge, wie ich mich f├╝r ihn verwenden k├Ânne, damit er die Sekret├Ąrsstelle bekommte, und ich versprach, mich f├╝r ihn einsetzen, so gut es mir m├Âglich ist. Dann zur├╝ck ins Amt, wo ich viele verschiedenen Dinge zu erledigen hatte. Dann nach Hause zum Abendessen und zu Bett.

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Mrs. Pearse ist wieder schwanger, was ihrer Sch├Ânheit leider gro├čen Abbruch tut


/ August 23rd, 2010 | Haffmans Tolkemitt

23. August 1668

Sonntag. Fr├╝h aufgestanden. In Gedanken ganz bei meinem Bericht. Doch h├Ąngte ich zun├Ąchst meinen neuen Stich von Paris im gr├╝nen Zimmer auf und h├Ąngte andere Bilder um. Dann zu Hauptmann Cocke, von dem ich mehr dar├╝ber wissen wollte, was die Ver├Ąnderungen im Amt angeht, aber er war nicht da. Also zur├╝ck und in den Gottesdient, wo Mr. Gifford eine gute Predigt hielt ├╝ber die Worte: ÔÇťTrachtet vielmehr nach seinem Reich, so wird euch das alles zufallenÔÇŁ. Eine sehr ├╝berzeugende, gute und moralische Predigt. Er zeigte, da├č Rechtschaffenheit sicherer zum Reichtum f├╝hrt als S├╝nde und Verbrechen. Dann nach Hause. A├č mit W. Howe und Mr. Pelling einen Hasen, den dieser mitbrachte. Dann ins Amt, wo Mr. Gibson und ich den Bericht an den Herzog von York noch einmal durchgingen, was mir zu meiner gro├čen Freude mit der Papierr├Âhre keinen Augenschmerzen bereitete. Mein Schreiben gefiel mir sehr. Begab mich darauf rasch zum St.-James-Palast und war um 4 Uhr dort, wo der Herzog mich bereits erwartete und alles mit au├čerordentlicher Zufriedenheit anh├Ârte, mir lange und herzlich dankte und sagte, er kenne und sch├Ątze meine Verdienste ├╝ber die Ma├čen, und ich k├Ânne mich stets auf ihn verlassen. Er redete sehr offen von den ├änderungen, die in der Marine geplant sind, und was er erz├Ąhlte, stimmte fast v├Âllig mit Hauptmann Cockes Worten ├╝berein. Und bei jeder Gelegenheit w├╝nschte er meinen Rat zu h├Âren. Mein Bericht soll abgeschrieben und sogleich in seinem Namen an das Flottenamt geschickt werden. Ich ging ├╝beraus froh und so zufrieden in den Park. Traf dort Mr. Pearse mit Frau, Schwester, Bruder und kleinem Sohn und ging mit ihnen zum Maulbeergarten, wo ich 18s f├╝r sie ausgab. Dort verlie├č ich sie. Mrs. Pearse ist wieder schwanger, was ihrer Sch├Ânheit leider gro├čen Abbruch tut. Nahm eine Kutsche nach Hause und plauderte den ganzen Abend mit meiner Frau und W. Hewer, denn meine Gedanken drehten sich vor allem um das Amt und wie ich mich der Flotte und dem K├Ânig n├╝tzlich erweisen kann. Dann zum Abendessen und zu Bett.

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Aber schlie├člich denkt jetzt auch alle Welt, da├č mein Vater in Geld schwimmt


/ August 23rd, 2010 | Haffmans Tolkemitt

22. August 1661

Hatte im Siegelamt einiges zu tun. Mittags nach Hause. Fuhr von dort mit meiner Frau in der Kutsche zu Onkel Fenner, bei dem viele Trauerg├Ąste versammelt waren, aber die Bewirtung war sehr schlecht, was mich wunderte. Im Haus war es so hei├č, da├č Onkel Wight, mein Vater und ich zwischendurch ein Wirtshaus aufsuchen mu├čten, um uns zu erfrischen. Dann zur├╝ck und zur Kirche. Die Familie meines Vaters war ganz in neuen Trauerkleidern erschienen, um Onkel Fenner die Ehre anzutun, aber schlie├člich denkt jetzt auch alle Welt, da├č mein Vater in Geld schwimmt. Zur Kirche, wo wir die Predigt im Stehen h├Ârten. Danach fuhr ich mit meiner Frau, meiner Schwester Pall und Tante Wight in der Kutsche zu ihr nach Hause, wo es Westf├Ąlischen Schinken gab. Dann nach Hause und zu Bett.

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