“Daß ein Buch wie das Tagebuch des Samuel Pepys überhaupt existiert, ist im Grunde ganz unbegreiflich. Ein rares Wunderwerk”    Robert Louis Stevenson

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Ich finde, daß die neue Gitarrenmusik bestenfalls Geklimper ist


/ Juli 27th, 2010 | Pepys

27. Juli 1661

Nach Westminster, wo ich in Mr. Mountagus Zimmer einen Franzosen hörte (einen Freund von Monsieur d’Esquier), der ganz ausgezeichnet Gitarre spielte, obwohl ich finde, daß die neue Gitarrenmusik bestenfalls Geklimper ist. Weiter nach Westminster Hall. Das Parlament sollte heute auf zwei, drei Monate vertagt werden, aber aus irgendeinem Grund kommen sie seit ein oder zwei Tagen nicht dazu. In der Vorhalle sprach ich mit Mr. George Mountagu, den ich wegen eines Schiffs beriet, das Lord Hinchingbrooke und die anderen jungen Herren nach Frankreich bringen soll. Sie haben sich dazu entschieden, in einem gemieteten Schiff von Rye aus zu segeln und nicht in einem Kriegsschiff. Er berichtete außerdem, daß der Lordkanzler viele Neider habe und daß viele einflußreiche Männer, wie etwas der Herzog von Buckingham und der Graf von Bristol, versuchen, seine Stellung zu untergraben. Allerdings glaubt er nicht, daß sie Erfolg haben werden, weil der König (obwohl dieser ihm nicht so freundlich begegnet wie den jungen Höflingen, mit denen er seinen Vergnügungen nachgeht) auf ihn und seine Dienste angewiesen ist.

Dann zur Kleiderverwaltung, wo ich meine Frau traf, denn heute war der Geburtstag von Lord Sandwich, und es waren viele Freunde gekommen, Mr. Townshend mit seiner Frau, die Gattin von Hauptmann Ferrer sowie Kapitän Isham. Wir waren sehr fröhlich und aßen eine gute Wildpastete. Auch Mr. Pargiter, der Kaufmann, war da.

Nach dem Essen erhielt Mr. Townshend Besuch von Hauptmann Cooke, und wir drei suchten ein nahegelegenes Wirtshaus auf, wo er uns einige Arien vorsang. Er ist zweifellos einer der großartigsten Sänger, die es gibt. Zurück zu meiner Frau, und dann mit den jungen Damen Jem und Pall mit dem Boot unter der Brücke durch. Zeigte ihnen mit großem Vergnügen die Schiffe und dann mein Haus (kürzlich war ihre Mutter bereits allein dort gewesen, um es sich anzusehen und meine Frau zu besuchen, als ich in Brampton war). Wir bewirteten sie großzügig und waren sehr vergnügt. Dann fuhren wir durch die Brücke zurück und brachten sie sicher nach Hause, woraufhin ich mit meiner Frau in der Kutsche heimkehrte. Schrieb noch einen Brief an meinen Vater nach Brampton. Der Ärmste ist dort ganz allein, und ich habe von ihm seit meiner Abreise nichts mehr gehört, was mir Sorgen bereitet. Dann zu Bett.




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