Aufgestanden und mit Kapitän Witham zu verschiedenen Händlern gefahren auf der Suche nach Hafer für Tanger. Gingen auch zum städtischen Kornspeicher. Dort besitzt anscheinend jede Gilde einen eigenen Speicher, denn sie sind verpflichtet, eine bestimmte Menge Getreide immer dort zu lagern oder in Zeiten des Mangels eine bestimmte Menge zu einem bestimmten Preis abzugeben. Es ist ein sehr imposanter Anblick, all die Lager zu sehen, und auch die dicken Pfähle für die Brücke und für die Kanalisation, die dort aufbewahrt werden – ich hatte all dies noch nie zuvor gesehen.
Von dort ins Amt und den ganzen Vormittag sehr beschäftigt. Dann zu Onkel Wight, bei dem ich zu Mittag aß. Meine Frau hatte schon den ganzen Vormittag dort verbracht. Nach dem Essen nach Whitehall. Traf dort Mr. Pearse, den Arzt. Er zeigte mir das Schlafgemach der Königin und ihr privates Kabinett, in dem nur einige hübsche religiöse Gemälde sowie einige Andachtsbücher zu sehen sind. Nachts hat sie am Kopfende ihres Bettes Weihwasser stehen. Neben ihrem Bett hat sie eine Uhr, in der immer eine Lampe brennt, damit sie während der Nacht jederzeit sehen kann, wie spät es ist. Dann ging ich mit ihm in den Park und traf dort die Königin, die gerade in Begleitung ihrer Hofdamen die Kapelle verließ. Alle trugen Kleider mit silberner Spitze, was mich wunderte, denn ich hätte nicht gedacht, daß diese Mode noch einmal wiederkommen würde.
Von dort brachte er mich in das Kabinett des Königs. Dort gab es so zahlreiche und unterschiedliche Gemälde und Kostbarkeiten und Raritäten zu sehen, daß ich ganz benommen war und den Anblick nicht genießen konnte. Das ist mir noch nicht vorgekommen, daß ich angesichts so vieler schöner Dingen keinerlei Vergnügen empfinden konnte.
Von dort nach Hause. Hielt unterwegs häufig an, um verschiedene Dinge zu erledigen, sehr zu meiner Zufriedenheit. Kam spät abends erschöpft nach Hause, wo Mr. Creed auf mich wartete. Wir machten noch einen Spaziergang im Garten, wo er mir erzählte, daß er bald in See gehen werde und daß es ihm ein Bedürfnis sei, vorher die Angelegenheit in Ordnung bringen, um derentwillen es zum Streit zwischen uns gekommen war. Anscheinend erwartet er aber dafür, daß ich in seiner Abwesenheit seine Geschäfte im Auge behalte, sei es in der Kämmerei, sei es im Tanger-Ausschuß. Ich versprach ihm, daß ich es tun werde – vor allem, da er mich dafür zu entlohnen versprach. Ich wünschte allerdings, ich wüßte, was er genau vorhat, dann könnte ich mich entweder ganz von ihm fernhalten oder ihm weiterhin freundlich gesonnen sein.
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