Gegen 4 Uhr aufgestanden und einige private Dinge erledigt. Dann angezogen und ins Amt, um die heutige Sitzung vorzubereiten.
Nach der Sitzung gingen Sir W. Penn und ich am Mittag zum Haus der Dreieinigkeit, wo die Vorsteher der Innung eines ihrer großen Festessen gaben. Alle waren sehr vergnügt. Zahlreiche Gäste, aber wenig Männer von Stand. Auf meine Frage, wie Sir H. Vane gestorben sei, antwortete mir der Leutnant des Tower, er sei heftig bewegt gewesen, aber habe, wie alle eingestehen, so viel Mut bewiesen wie noch kein Mann vor ihm. Wieder ins Amt, um mit Sir W. Rider, Hauptmann Cocke und Mr. Cutler über den Vertrag über 500 Tonnen Hanf beraten. Danach erledigte ich noch andere Arbeiten und ging nach Hause, wo ich Mr. Creed antraf, der ein, zwei Stunden mit mir und meiner Frau plauderte. Ich zog eigens für ihn meine neuen Reitkleider an, die mir, wie ich finde, sehr gut stehen. Nachdem er gegangen war, hörte ich mir die Beschwerden meiner Frau und der Dienstmädchen über Wayneman, meinen Burschen, an, den ich kommen ließ und mit dem Stock Prügel verabreichte, bis ich nicht mehr konnte. Aber ich brachte ihn nicht dazu, auch nur eine seiner Lügen einzugestehen. Doch wollte ich ihm den Triumph nicht gönnen und zog ihm darum das Hemd vom Leib und schlug ihn wieder, bis er gestand, daß er die Molke getrunken hatte, was er bis dahin geleugnet hatte. Auch hatte er in einem Streit seinen Dolch gezogen und, was am schlimmsten ist, den Armleuchter in seiner Kammer auf dem Boden stehen lassen, was er seit Monaten bestritten hatte. Ich muß gestehen, es grenzt für mich an ein Wunder, wie tapfer dieser kleine Junge die Schmerzen ertrug, nur um nicht zuzugeben, daß er gelogen hatte. Aber ich fürchte, ich werde ihn fortschicken müssen. Dann zu Bett – mit starken Schmerzen im Arm.
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