“Daß ein Buch wie das Tagebuch des Samuel Pepys überhaupt existiert, ist im Grunde ganz unbegreiflich. Ein rares Wunderwerk”    Robert Louis Stevenson



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Daß mein Fleiß im Amt in der Öffentlichkeit sehr wohl zur Kenntnis genommen wird


/ Juni 18th, 2010 | Pepys

18. Juni 1663

Um 4 Uhr aufgestanden und ins Amt. Machte den ganzen Vormittag einen Voranschlag über die laufenden Kosten der Flotte, für mein Buch über die Marine – sehr detailliert. Anschließend allein zu Hause zu Mittag gegessen – zufrieden mit der Arbeit, aber traurig über die Abwesenheit meiner Frau. Eine halbe Stunde Geige gespielt. Im Amt bis spät abends Sitzung. Dann nach Hause und zu Bett. Heute morgen kam Mr. Cutler und saß eine halbe Stunde lang bei mir im Zimmer – ein kluger, äußerst redegewandter Mann. Seinen Äußerungen entnehme ich, daß mein Fleiß im Amt in der Öffentlichkeit sehr wohl zur Kenntnis genommen wird, wofür ich Gott dankbar bin. Möge es dabei bleiben.

Bevor ich heute abend nach Haus ging, ging ich noch zu Sir W. Batten. Als ich sah, daß er und seine Gattin mit etlichen vornehmen Damen zu Tisch saßen, zog ich mich zurück und ging nach Hause. Sie riefen mir noch lange nach und schickten sogar nach mir. Ging schließlich zurück – und traf dort zu meiner großen Überraschung Sir Francis Clerke, den königlichen Kammerherrn, der mit seiner Gemahlin sowie noch einer hübschen Dame dort zu Abend speiste. Es herrschte große Heiterkeit. Blieb bis 11 Uhr, dann nach Hause und zu Bett.




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