Aufgestanden und zum Getreidekai gegangen, wo ich mit Kapitän Witham (der die Nachricht von der Ermordung von Lord Rutherford überbracht hatte) und Mr. Tooker verabredet war. Sahen uns dort einige Ladungen Hafer an und auch den Hafer in den Kornspeichern. Ich erfuhr, daß Hafer sich selbst erhitzt, wenn die grünen Körner gelagert und nicht bewegt werden – was ich sehr erstaunlich finde. Wir kamen zu keiner Einigung, konnten aber den Preis für einige Ladungen herunterhandeln. Wir sagten ihnen, daß wir uns wieder melden würden, und verabschiedeten uns.
Dann gingen wir zum Proviantamt und von dort zu mir nach Hause in den Garten, wo ich Kapitän Witham bat, mir alles über das Unglück in Tanger zu erzählen, denn er hielt gerade in der Nähe der Stadt Wache, als er sah, wie der Feind auf einer Anhöhe auftauchte. Er war anderthalb Meilen davon entfernt und ritt den anderen sofort zu Hilfe und konnte nur um Haaresbreite wieder entkommen. Wo Lord Rutherford war, konnte er nicht sehen, und auch sonst hat wohl keiner gesehen, was genau mit ihm geschah. Unsere Verluste belaufen sich auf ungefähr 400 Mann. Kapitän Witham sagte aber, daß es ein Wunder sei, daß Lord Rutherford ein solches Schicksal nicht schon viel früher ereilt habe. Er habe sich jeden Tag noch viel größeren Gefahren ausgesetzt, denn an diesem Tag hatte er immerhin Kundschafter ausgesandt, die ihm versichert hatten, daß sich der Feind nicht in der Nähe befinde. Sonst war er in Begleitung von zwei, drei Männern einfach losgeritten, um selbst die Gegend zu erkunden. Gleichzeitig duldete er nie, daß sich irgendeiner seiner Männer aus der Truppe entfernte und sich damit in Gefahr brachte. Kapitän Witham bedauerte sein Schicksal ungemein, denn Lord Rutherford sei ein Mann von großen Verdiensten gewesen, und jetzt sei dieses Leben mit einem Streich ausgelöscht. Nachdem er zu Ende erzählt hatte, verabschiedete er sich, und ich ging nach oben, um mich um unser Mittagessen zu kümmern. Als Mr. Creed kam, lud ich ihn zu bleiben. Schließlich kamen die drei jungen Damen, und wir aßen die Pastete, die sehr köstlich war. Außerdem gab es Huhn, Erbsen, Hummer und Erdbeeren. Anschließend spielten wir Karten. Gegen 5 Uhr fuhren wir mit dem Boot nach Greenwich, gingen dort bis oben auf den Hügel, wo wir uns ins Grüne setzten und Karten spielten. Danach gingen wir zurück bis zum Kirschgarten und fuhren dann mit dem Boot zur Brücke, wo wir an Land gingen. Während der Fahrt sangen wir sehr schön. Auf der anderen Seite der Brücke nahmen wir wieder ein Boot und fuhren bis zum Somerset House. Es war bereits 10 Uhr abends, und Lady Paulina litt schreckliche Angst, weil es bereits dunkel und die Strömung recht stark war. Als wir anlandeten, wartete schon ihre Kutsche auf sie, da es aber schon so spät war, war ich unschlüssig, wie wir am besten verfahren sollten. Wir berieten fast eine halbe Stunde, dann schickte ich schließlich meine Frau mit Mr. Creeds Burschen nach Hause, und ich selbst fuhr mit Creed und den jungen Damen in deren Kutsche nach Kensington. Himmel, jetzt fürchtete sich Lady Paulina vor den dunklen Straßen, und die Gegend war um diese Zeit in der Tat nicht ganz sicher. Ich bekam es selbst ein wenig mit der Angst zu tun, ließ mir aber nichts anmerken. Wir erreichten schließlich wohlbehalten ihr Haus, wo alle schon im Bett waren. Wir klopften und übergaben die jungen Damen den Dienstmädchen und wünschten ihnen eine gute Nacht. Es war mittlerweile Mitternacht oder noch später. Creed und ich fuhren zu verschiedenen Gasthöfen, konnten aber keine Unterkunft finden, da alle schon geschlossen hatten. Schließlich fanden wir einen Hof, wo noch Leute tranken und viel Lärm machten, und dort kehrten wir ein. Nachdem wir etwas getrunken hatten, gingen wir schlafen. Das Bett war dürftig, und ich schlief in Unterwäsche, Strümpfen und Weste.
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