“Daß ein Buch wie das Tagebuch des Samuel Pepys überhaupt existiert, ist im Grunde ganz unbegreiflich. Ein rares Wunderwerk”    Robert Louis Stevenson



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Der einzige, der sich wirklich um die Dinge kümmere, so daß er gar nicht wisse, was er ohne mich tun sollte


/ April 25th, 2010 | Pepys

24. April 1665

Aufgestanden und mit Creed in Sir W. Battens Kutsche nach Whitehall. Dort mit Sir W. Batten zu einer Besprechung mit dem Herzog von Albemarle. Danach in Creeds Zimmer und bekam sehr zeremoniell die Übertragungsurkunde für Poveys Gehalt und eine Vollmacht zum Bezug von Geldern in seinem Namen ausgehändigt, nachdem er sich, wie bei allen anderen Aufgaben, reichlich Zeit damit gelassen hatte.

Darauf mit ihm zusammen nach London und ins Amt und dann zurück zu Lady Sandwich zum Mittagessen, wo wir auch meine Frau trafen.

Nach dem Essen erzählte mir die gnädige Frau unter vier Augen (aufrichtig besorgt, Skrupel, das ihr von Creed entgegengebrachte Vertrauen zu verletzen), daß Creed ihr den Wunsch mitgeteilt habe, sich Mrs. Betty Pickering zu nähern, und sich auf eine Unterhaltung mit ihrer Ladyschaft berief, in der sie ihm von ihren Tugenden berichtet hatte – dabei hatte sie dies ganz ohne Hintergedanken getan. Entsprechend kühl sei ihre Antwort gewesen, wenn auch nicht so kühl, wie wohl nötig gewesen wäre. Inzwischen habe sie auch erfahren, daß er ihr einen Brief geschrieben habe, auf den sie herablassend und abweisend geantwortet habe. Die gnädige Frau nimmt ihm diese Sache zu Recht sehr übel. Ich schlug ihr vor, ihm ab sofort keine Möglichkeit für weitere Besuche mehr zu geben, um nicht den Eindruck zu erwecken, er gehe hier ein und aus. Es ist wirklich ungeheuerlich, daß Creed die Vermessenheit besitzt, mit einer Dame aus der Verwandtschaft des gnädigen Herrn anbandeln zu wollen.

Anschließend zum Cockpit nach Whitehall und eine Stunde lang mit dem Herzog von Albemarle in seinem Garten spazieren gegangen, wo er mir mit anerkennenden Worten versicherte, ich sei die Stütze der Flotte und der einzige, der sich wirklich um die Dinge kümmere, so daß er gar nicht wisse, was er ohne mich tun sollte – worüber ich nicht wenig stolz war. Danach zu einer Sitzung des Tanger-Ausschusses. Es wurden aber keine Beschlüsse gefaßt, da wir nicht das Quorum erreichten. Ging mit Creed meine Frau bei Mrs. Pearse abholen, die ich längere Zeit nicht gesehen hatte. Sie ist jetzt hochschwanger und sieht immer noch sehr hübsch aus. Von dort mit der Kutsche zum Lordschatzmeister, konnte aber nicht mit Sir Ph. Warwick sprechen. Also mit meiner Frau und Mercer zum Park gefahren. Aber auch hier kehrten wir gleich wieder um, weil der König an der Kutschenparade teilnahm und ich nicht bei privaten Vergnügungen erblickt werden möchte. Fuhren nach Knightsbridge, aßen und tranken in der Kutsche, und dann nach Hause. Noch eine Weile im Amt, dann zu Abend gegessen und zu Bett – habe mich sehr erkältet, weil ich vermutlich zu oft meine Perücke abgesetzt habe.




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