Am Morgen mit Sir W. Batten und Sir Th. Allin in der Kutsche nach Whitehall zu unserer üblichen Sitzung beim Herzog, wo es um die Reisevorbereitungen des Prinzen und der Generäle ging, da die Flotte am kommenden Montag auslaufen soll. Danach mit Sir W. Batten und Sir Th. Allin zu Mr. Lely, dem Maler, wo wir uns die Porträts der Flaggoffiziere aus der Schlacht von Lowestoft unter dem Herzog von York ansahen. Der Herzog von York hat sie in Auftrag gegeben, um sie in seinem Empfangszimmer aufzuhängen, und sie sind in der Tat sehr prächtig geworden. Zu sehen sind der Prinz, Sir G. Ayscue, Sir Th. Teddeman, Sir Ch. Myngs, Sir Joseph Jordan, Sir W. Berkeley, Sir Th. Allin, Kapitän Harman sowie der Herzog von Albemarle. Hinzu kommen noch Porträts von Lord Sandwich, Sir W. Penn und Sir J. Smith. Wir waren sehr angetan von den Porträts und einigen anderen guten Bildern in seinem Haus, dann trennten wir uns. Ich vertrieb mir die Zeit bei dem Bilderhändler auf dem Weg zur Börse. Sah dort viele schöne Stiche, kaufte aber nur einen, der eine Siegessäule im alten Rom zeigt, die mir gefiel, weil sie ringsum mit altertümlichen Schiffen geschmückt ist.
Dann zur Börse, das heißt zur Neuen Börse, wo ich mir einige Textbücher ansah, weil ich mir vorgenommen habe, alle neueren Theaterstücke zu kaufen. Von dort in den Swan, wo ich ein Stück Fleisch aß, und dann in die King’s Street. Sah aus der Kutsche heraus Jane Welsh, die früher bei Jervas, dem Barbier, in Stellung war. Ich fuhr noch ein Stück weiter, stieg dann aus und lief zu Fuß zurück. Beim Westminster-Anleger sah ich sie in ein Boot steigen und rief sie an und sie sagte mir, sie fahre nach Lambeth, woraufhin ich ebenfalls ein Boot nahm und ihr hinterherfuhr. Dort tranken wir etwas, und sie erzählte mir von ihrem Geliebten, der ihr lange den Hof gemacht hatte, bis sich herausstellte, daß er bereits verheiratet ist. Jervas hatte mir allerdings erzählt (was sie abstreitet), der junge Mann habe einige Male bei ihr übernachtet.
Dann verabschiedete ich mich, sin hacer alguna cosa con ella, und fuhr mit dem Boot zur Börse. Von dort weiter mit der Kutsche zu Mr. Hayls, der mich zu überreden versuchte, die Landschaft im Hintergrund zu lassen. Mir gefällt sie aber nicht und ich bestand darauf, sie zu übermalen, was ihm sichtlich nicht paßte, aber er blieb sehr höflich und versprach, es zu ändern. Von dort zu Mrs. Pearse, die ich aber nicht antraf, da sie mit Mrs. Knepp unterwegs zu mir war. Nahm deshalb ihre Tochter Betty und Mary, das Dienstmädchen, das früher bei uns war, mit zu mir, doch waren die anderen inzwischen wieder fort. Auf dem Rückweg kamen sie uns schließlich in der Cornhill-Straße entgegen, und wir hielten an und lachten über das Mißgeschick. Dann führte ich sie in die Fish Street und lud sie zu Garnelen und Hummer ein. Als es dunkel wurde und wir uns auf den Heimweg machten, weigerten sich die Pferde kurioserweise, den Tower-Berg hinaufzugehen, und wir mußten aussteigen und warten, bis der Kutscher gewendet hatte und sich die Pferde unten etwas warm gelaufen hatten. Danach kamen sie recht munter angetrabt, und wir stiegen zu und ich brachte alle nach Hause. Unterwegs bei der alten Frau angehalten, die für mich das Papier liniert, und dort zu meiner großen Freude die dunkelhaarige Nan angetroffen. Nachdem ich sie mehrmals geküßt hatte, nach Hause und zu Bett, apres ayant tocado les mamelles de Mercer, que eran ouverts, con grand plaisir.
Dann zu Bett. <Seit drei Wochen beschäftige ich mich bei meinen Fahrten in der Kutsche und bei anderen Gelegenheiten im Geiste sehr mit meiner Vertonung von „It is decreed“ &c.>
3 Kommentare zu "Und wir hielten an und lachten über das Mißgeschick"
Theoretisch eine praktische Story, ich frag mich nur, ob dies auf Dauer realistisch machbar ist.
Tjo, die Dinge konnen manchmal wirklich einfach sein. Danke
Danke, nun endlich habe ich das wirklich kapiert
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