Um 5 Uhr aufgestanden und ins Amt und bis Mittag viel erledigt. Dann nach Hause, wo ich einen Imbiß einnahm. Verließ das Haus und traf Mr. Mount, meinen alten Bekannten, mit dem ich ein, zwei Glas Wein in einem Wirtshaus trank. Ich hatte aber nicht viel Zeit für ihn, da ich mit Sir W. Batten verabredet war, mit dem ich zum Stalhof ging, wo wir zusammen einen Hummer verzehrten. Als Wine, der Fischlieferant des Königs, dazu kam, wurde es für eine halbe Stunde sehr ausgelassen. Fuhren dann mit dem Boot nach Whitehall, wo nach und nach die Kollegen des Flottenamts zu unserer Sitzung beim Herzog eintrafen. Von dort zum Tanger-Ausschuß, wo wir einen interessanten Vortrag der Rechtsgelehrten Dr. Walker und Dr. Wiseman hörten, die sich gegen die Gründung eines unabhängigen Handelsgerichts in Tanger aussprachen. Lord Sandwich (den ich noch nie so gut habe reden hören) und Sir Robert Ford entgegneten ihrerseits mit sehr klugen Einwänden.
Anschließend wandten wir uns der Abreise von Lord Rutherford zu, der wenig erbaut schien von der Sache, denn er ist ein Schotte von der Sorte, die versucht, Geld an sich zu raffen, wo es nur geht, worauf sich der Ausschuß natürlich nicht einließ. Beim erstbesten Anlaß sprang er erbost auf und verließ den Raum, ohne sich zu verabschieden, was ihm alle verübelten, obwohl kein Wort darüber verloren wurde. Nur der Herzog von Albemarle sagte, daß wir die Dinge so regeln sollen, wie es sich gehört, wenn er zu diesen Bedingungen nicht reisen wolle, werde es zweifellos ein anderer tun. Sprachen noch lange über seine Abreise, dann war die Sitzung beendet. Ging von dort zu Fuß nach Hause, mit Creed, der mich bis zum Temple Bar begleitet und mit dem ich mich über die Vorkommnisse im Ausschuß unterhielt. Von dort zum Haus der königlichen Kleiderverwaltung. Traf Mr. Moore und wechselte in der Horn-Schenke ein, zwei Worte ihm. Eigentlich wollte ich zu Mr. Townshend, dem Gewandkämmerer, und ihn fragen, ob er meinem Vetter Charles womöglich einen Teil seiner Außenstände ausbezahlen könne. Aber ich war vergebens gekommen, da er heute auf seinen Landsitz gefahren war.
Von dort nach Hause. Meine Frau war zu Tante Wight gegangen, kam aber kurz darauf ebenfalls heim. Dann zum Abendessen und zu Bett.
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