“Daß ein Buch wie das Tagebuch des Samuel Pepys überhaupt existiert, ist im Grunde ganz unbegreiflich. Ein rares Wunderwerk”    Robert Louis Stevenson



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Denn obwohl es nicht eben groß ist, sehe ich doch, daß es von Monat zu Monat wächst


/ März 29th, 2010 | Pepys

29. März 1663

Sonntag. Wie gewöhnlich früh aufgewacht. Da es aber Sonntag war und sehr kalt, lange liegengeblieben. Es regnete und schneite heftig, womit ich um diese Jahreszeit nicht mehr gerechnet hätte.

Aufgestanden und in den Gottesdienst. Dann nach Hause zum Mittagessen. Nach Tisch kam Mr. Moore, und wir unterhielten uns lange. Unter anderem erzählte er, daß der gnädige Herr sich wegen der jüngsten Debatte im Unterhaus, die Rückgabe der von der Krone verliehenen Ländereien betreffend, keine Sorgen zu machen braucht – worüber ich sehr froh bin.

Als er fort war, nach oben in mein Zimmer gegangen und den ganzen Nachmittag mit meiner Frau und Ashwell geplaudert und viel gelacht. Später eine Weile im Amt, wo ich einige ältere Dokumente durchsah, die ich zu meiner großen Freude in einer von W. Hewers Schubladen gefunden habe und die ich gut verwenden kann. Alte Präzedenzfälle, die Zuständigkeiten im Amt betreffend, außerdem einen Amtseid, den früher alle leitenden Beamten zu leisten hatten und nicht nur der Kämmerer, wie es heute der Fall ist.

Dann nach Hause, wo ich mich an meine Monatsabrechnung machte. Blieb noch lange auf, nachdem alle zu Bett gegangen waren. Stellte zu meiner Freude fest, daß sich mein Vermögen auf 670l beläuft. Ging zuversichtlich zu Bett, denn obwohl es nicht eben groß ist, sehe ich doch, daß es von Monat zu Monat wächst. Wolle Gott, daß es dabei bleibt.




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