“Daß ein Buch wie das Tagebuch des Samuel Pepys überhaupt existiert, ist im Grunde ganz unbegreiflich. Ein rares Wunderwerk”    Robert Louis Stevenson



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Als der Barbier fertig war zu Bett


/ März 22nd, 2010 | Pepys

22. März 1663

Früh aufgestanden. Meine Frau blieb ihm Bett, da sie sich nicht wohl fühlt de ses mois. Ging um 8 Uhr ins Amt. Dort suchte mich Vetter Charles Pepys auf und verlangte von mir sein Erbteil, welches ich ihm aus gutem Grund verweigerte, da sein Vater und sein Bruder uns gerichtlich belangen, also ging er wieder. Als nächstes erschien Kommissar Pett, mit dem ich nach Deptford fuhr. Inspizierten die Werft und fuhren weiter nach Greenwich. Von dort gingen wir zu Fuß nach Woolwich, wo wir verschiedene Dinge erledigten. Ich ging an Bord der Tanger Merchant, die wir beladen haben und die schon lange zur Abfahrt nach Tanger bereit liegt, jetzt aber endlich auslaufen soll. Zurück zu Mr. Acworth, dem Magazinverwalter, der mich vorzüglich bewirtete. Seine Frau, eine hübsche, sittsame Person, zeigte uns ihr Spinnrad, das sie sehr geschickt zu handhaben weiß – meine Frau muß es sich unbedingt ansehen. Ging dann an Bord der Elias und konnte mich davon überzeugen, daß das Holz aus den Wäldern von Deane von ausnehmend guter Qualität ist. Der Kapitän schenkte jedem von uns zwei Fässer mit eingelegten Austern, die eigentlich für die Königinmutter bestimmt waren.

Anschließend wieder zum Dock. Nahm auf dem Rückweg nach London Mrs. Ackworth sowie eine Edeldame mit. Im Globe in Eastchip bestellte ich Ihnen ein Glas Wein und verabschiedete mich. Von dort nach Hause. Meine Frau hatte den ganzen Tag krank im Bett gelegen, ihr Gesicht war vor Schmerzen angeschwollen. Will hat mein Gehalt für die letzten beiden Quartale entgegengenommen, worüber ich froh bin. Dann ins Amt. Spät abends nach Hause und, als der Barbier fertig war, zu Bett.




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