“Daß ein Buch wie das Tagebuch des Samuel Pepys überhaupt existiert, ist im Grunde ganz unbegreiflich. Ein rares Wunderwerk”    Robert Louis Stevenson



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Von der sich der Herzog nach seiner ersten Rückkehr von See den Tripper geholt haben soll


/ März 19th, 2010 | Pepys

19. März 1665

Sonntag. Mr. Povey ließ mich schon früh von seiner Kutsche abholen. Erfuhr bei ihm zu meinem großen Ärger, daß Sir Charles Berkeley sich für Mr. Brouncker als Nachfolger für Povey einsetzt, indem er sich auf ein früheres Versprechen des Herzogs beruft und bereit ist, eine entsprechende Summe zu bezahlen. Sehr bedrückt gingen wir zu Creeds neuer Wohnung in den Königlichen Marställen und trafen ihn mit seinem Papagei auf der Schulter an. Im Vorbeigehen schnappte der Vogel nach Povey und fügte ihm eine tiefe Wunde dicht neben dem Auge zu. Hätte das Tier das Auge getroffen, es wäre hinüber gewesen. Wir waren bestürzt, doch dann stellte sich die Sache als harmlos heraus. Berieten schließlich, wie wir weiter vorgehen wollen und fanden auch eine Lösung. Darauf zu Mr. Coventry, der mir den freundlichen und klugen Rat gab, nicht von dem Vorhaben abzurücken, da ich durch die Stelle des Kämmerers einflußreiche Leute kennenlernen würde, während ich jetzt in der Marine im Schatten von drei oder vier anderen stünde. Doch solle ich mich nicht öffentlich gegen Sir Charles Berkeley stellen. Danach wieder zu Creed und spazierte eine Stunde lang mit ihm durch den Park und beratschlagte mit ihm. Dann zu Lord Sandwich zum Essen. Darauf zu Mr. Povey, der unterdessen beim Herzog von York gewesen war. Der Herzog hatte ihm versichert, nach Fürsprache von Mr. Coventry: es werde alles so geschehen, wie vereinbart, und er werde Brouncker zurückweisen, und auch Sir Ch. Berkeley sei einverstanden. Dennoch sehe ich neuen Ärger heraufziehen, da Sir G. Carteret sehr unzufrieden schien, als er von der Entscheidung hörte, und kein Wort dazu sagte. Das soll mich lehren, zwischen wahren und falschen Freunden zu unterscheiden.

Wir waren sehr froh über diese Nachricht. Mr. Povey und ich fuhren mit seiner Kutsche in den Hyde-Park, wo heute der erste Tag der Kutschenparade war und viele entzückende Damen zu sehen waren. Sahen unter anderem Lady Castlemaine, die unbekümmert auf dem Rücken ausgestreckt in ihrer Kutsche lag und mit offenem Mund schlief. Auch Lady Carnegie, die frühere Lady Anne Hamilton, war da, von der sich der Herzog nach seiner ersten Rückkehr von See den Tripper geholt haben soll. Ich sah auch Sir J. Lawsons Tochter und ihren Mann, ein hübsches Paar, und Mr. Southwell mit seiner neuen Frau, ebenfalls sehr bezaubernd. Auf dem Rückweg noch bei Dr. Hoare vorbeigeschaut und seine Frau gesehen, die sehr hübsch ist. Dann nach Hause, wo nach einer Weile auch Creed eintraf, um bei mir zu übernachten. Haben uns den ganzen Abend gut gelaunt unterhalten – über den morgigen Tag und die Annehmlichkeiten, die mir der neue Posten bringen wird. Tatsächlich verspreche ich mir sehr viel davon.




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