“Daß ein Buch wie das Tagebuch des Samuel Pepys überhaupt existiert, ist im Grunde ganz unbegreiflich. Ein rares Wunderwerk”    Robert Louis Stevenson



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Weiß der Himmel, wie das noch endet


/ März 17th, 2010 | Pepys

17. März 1664

Aufgestanden und zu meinem Bruder gegangen, wo ich den ganzen Vormittag die morgige Beerdigung vorbereitete. Danach zu Vetter Strudwick, ebenfalls wegen der Beerdigung, und dann zur Börse. Von dort nach Hause zum Mittagessen. Meine Frau hütete noch das Bett, obgleich es ihr nicht mehr so schlecht ging wie gestern. Ich aß bei ihr im Zimmer und ging dann wieder ins Amt. Wir halten ab sofort wieder nachmittags Sitzung, da das Parlament jetzt wieder zusammentritt. Allerdings wurde die heutige Parlamentssitzung auf den kommenden Montag vertagt, angeblich weil viele Parlamentarier noch nicht in der Stadt eingetroffen seien. Der eigentliche Grund soll aber der sein, daß der König empört ist über das Verhalten von Lord Bristol, da er herausgefunden hat, daß dieser durchaus nicht seinen Zwist mit dem Kanzler beigelegt, sondern vielmehr versucht hat, in beiden Häusern Fraktionen gegen den Kanzler zu bilden – und seine Flucht nach Frankreich war nur vorgetäuscht. Also hat der König diese Vertagung angeordnet, um Lord Bristols Pläne zu verhindern, denn er hat eine Wache und einen Herold ausgeschickt, die ihn in Wimbledon festnehmen sollten, wo er sich am Vormittag aufhielt. Jedoch konnten sie ihn nicht finden, was den König nur noch mehr erzürnt, und jetzt rennt er wie ein Botenjunge hin und her, zum Kanzler und wieder zurück. Anscheinend will er Lord Bristols Anklageerhebung gegen den Kanzler vom vergangenen Jahr als Hochverrat auslegen. Weiß der Himmel, wie das noch endet.

Nach der Sitzung wieder zu meinem Bruder und zu Madam Turner und bereitete verschiedene Dinge für morgen vor. Habe mich heute entschlossen, ihn nicht auf dem Kirchhof neben meinen anderen Brüdern und Schwestern zu begraben, sondern im Mittelgang der Kirche, möglichst nah bei der Bank meiner Mutter – was mich 20s mehr kostet. Nachdem ich alles erledigt hatte, mit der Kutsche nach Hause gefahren. Nahm vorsichtshalber den silbernen Becher meines Bruders mit zu mir. Dann, nachdem ich meinem Vater geschrieben hatte, zum Abendessen und zu Bett.




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